Wandert man in den Vogesen, bekommt man eine Kuhrasse zu Gesicht, die sehr selten ist: das Vogesenrind auf französisch Vosgienne.
Ihren Ursprung hat die Rasse wahrscheinlich in Skandinavien und soll im 30 jährigen Krieg von den Kampftruppen mitgebracht worden sein. Die recht anspruchslose Rasse wurde in den Vogesen heimisch und zählte zu Anfang des 20. Jahrhunderts rund 125.000 Tiere. 2 Weltkriege und das Aufkommen von Rassen mit einer höheren Milchleistung, führte fast zum Aussterben dieser wunderschönen Kühe, die durch ihren weißen Rücken und den unregelmäßig schwarz gefleckten Körper und das ganz eigenwillig schwarz gefleckte Gesicht eine ganz besondere Zeichnung aufweisen Sogar die Zitzen sind nicht wie bei anderen Rassen rosa, sonder schwarz. Der Vorteil dabei ist, dass die Vogesenrinder sich im Sommer keinen Sonnenbrand an den Eutern zuziehen.
Die Erhaltung der Art wird von der EU und dem französischen Staat gefördert und die Anzahl der Tiere ist von ihrem Tiefpunkt von 3.000 Tieren wieder auf stattliche 10.000 angewachsen.

In den Vogesen wird aus der Milch der Vogesenrinder der berühmte Münster gemacht, den man hier nicht nur als reifen, stark riechenden Käse bekommt, sondern in jedem Reifegrad. In einer Ferme Auberge also Bauernhöfen mit angeschlossener Gaststätte auch schon mal als 1 Tag alter Frischkäse, verfeinert mit Kirschwasser. Sehr empfehlenswert.

Heute findet man das Vogesenrind vor allem in Elsass und Lothringen, aber auch bei uns im Saarland unterhält die Naturlandstiftung Saar (NLS) mit Bundesmitteln im Naturschutzgebiet Wolferskopf eine Herde mit Vogesenrindern.Mehr zum Vogesenrind auf der offizielen Seite:
Race Vosgienne
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