Bauernblog
Sojabohne

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Sojaanbau an der Nordsee?

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Forschungsprojekt zum Sojaanbau in Deutschland gestartet

Tofu, Sojamilch und Sojasoße können vielleicht bald schon aus in Deutschland angebauten Sojabohnen hergestellt werden. In einem neuen interdisziplinären Forschungsprojekt unter der Leitung des Forschungsinstituts für Biologischen Landbau (FiBL) Deutschland sollen Sojapflanzen gezüchtet werden, die an die klimatischen Bedingungen in Deutschland angepasst sind und pflanzenbauliche Maßnahmen entwickelt werden, die den Anbau rentabel machen. Bisher wird Soja fast ausschließlich aus Übersee importiert, weil die Pflanze unter hiesigen Bedingungen nur schlecht gedeiht.

In den nächsten drei Jahren sollen deutschlandweit auf Versuchsfeldern Sojapflanzen angebaut werden, die hinsichtlich Kälte und Unkraut eine erhöhte Toleranz haben. Die pflanzenbaulichen Maßnahmen sollen so optimiert werden, dass die Sojapflanze schneller entwickelt ist und Unkrautwachstum eingedämmt wird. Soja weist eine hohe Proteinqualität auf. Der Sojabedarf, sowohl im Futtermittel- als auch im Lebensmittelbereich in Deutschland steigt stetig an. Und die Auflage im ökologischen Landbau Schweine und Geflügel (ab 2012) zu 100 Prozent mit ökologisch hergestelltem Futter zu füttern, wird den Bedarf weiter wachsen lassen.

Die interdisziplinäre Arbeitsgruppe setzt sich zusammen aus Mitarbeitern des FiBL Deutschland, des FiBL Schweiz, des Sojaförderrings am Landwirtschaftlichen Technologiezentrum Augustenberg, des Institut für Resistenzforschung und Stresstoleranz am Julius Kühn-Institut (JKI), der Life Food GmbH, Naturland, sowie von vier deutschen Universitäten bzw. Fachhochschulen. Darüber hinaus werden derzeit Partner für den Prüfanbau gesucht. Mit rund 600 000 EUR wird das Projekt vom Bundesprogramm zur Förderung des Ökologischen Landbaus und anderer Formen der nachhaltigen Landwirtschaft (BÖLN) gefördert.

Text: aid

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Futtermittelbranche begrüßt EU-Entscheidung zu GVO-Spuren

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Bonn. Das Votum des Ständigen Ausschusses für die Lebensmittelkette und die Futtermittelsicherheit bei der Europäischen Kommission über die so genannte „technische Lösung“ für Spurenvermischungen mit noch nicht zugelassenen gentechnisch veränderte Organismen (GVO) begrüßt der Deutsche Verband Tiernahrung e. V. (DVT). Die Entscheidung regelt die bei der Beurteilung von nicht quantifizierbaren Spurenvermischungen anzuwendenden Analyse- und Probenahmeverfahren. „Damit ist nach über 2 Jahren der Diskussion nun endlich die – politisch weiterhin geforderte – Null analysentechnisch definiert worden.
Untersuchungsbefunde zu GVO-Spuren werden nun besser nachvollziehbar und vor allem reproduzierbar“, so DVT-Präsident Helmut Wulf.

Der DVT tritt dem häufig geäußertem Vorwurf entgegen, die „technische Lösung“ bedeute eine Aufweichung des Prinzips der so genannten GVO-Nulltoleranz. Die Entscheidung ist zuallererst ein wichtiger Schritt zu mehr Rechtssicherheit. „Bisher gingen systematische oder zufällige Unterschiede zwischen Laboratorien oder Analysenmethoden sowie Fehler in der Probenahme und Probenaufbereitung ausschließlich zulasten der Futtermittelkette. Wir gehen davon aus, dass sich zumindest das nun bessert“, so die Erwartung des DVT-Präsidenten. Nach wie vor ist es kaum möglich, nicht zugelassene GV-Sorten in der für Agrarrohstoffe üblichen Massengutlogistik vollständig zu separieren, wenn diese in den
Erzeugungsländern auch nur in kleinem Umfang angebaut werden. Diese logistische Herausforderung für die Futtermittelbranche besteht in voller Schärfe weiter und erfordert nach Einschätzung des DVT mittel- und langfristig eine weitergehende Lösung in Form eines echten Schwellenwertes.

Über den DVT
Der Deutsche Verband Tiernahrung e. V. (DVT) vertritt als unabhängiger Wirtschaftsverband die Interessen der Unternehmen, die Futtermittel, Vormischungen und Zusatzstoffe für Nutz- und Heimtiere herstellen, lagern und damit handeln.

© Doc RaBe - Fotolia.com

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Landwirtschaftliche Böden im Fokus der Forschung

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Befund: Humusreiche Ackerböden verlieren Kohlenstoff
Der europäische Forschungsverbund CARBOEUROPE hat eine neue Studie vorgelegt, in der der Kohlenstoffhaushalt von Äckern erstmals umfassend mit einer neuen Methode bilanziert wurde (Sonderband der Fachzeitschrift ‘Agriculture, Ecosystems and Environment’, Band 139/3). Diese Methode beruht auf der direkten Messung der CO2-Flüsse zwischen dem Ökosystem und der Atmosphäre. Die Pflanzen nehmen tagsüber CO2 (Kohlendioxid) im Zuge der Photosynthese auf. Einen Teil davon veratmen sie nachts wieder. Darüber hinaus setzt der Boden durch die Mineralisation von Humus CO2 frei. Die Netto-Bilanz dieser Flüsse wurde durch kontinuierliche Messungen direkt bestimmt und mit der Ernte und dem Eintrag von Kohlenstoff durch Wirtschaftsdünger kombiniert. So konnte eine integrierte Kohlenstoffbilanz der Äcker dargestellt werden.

Dr. Werner Kutsch vom Johann Heinrich von Thünen Institut (vTI), der von deutscher Seite Daten einbrachte und die Studie mit koordinierte, ist begeistert von den Fortschritten dieser Methode: „Bisher konnte die Frage, ob ein Ackerboden Humus verliert oder nicht, nur durch wiederholte Beprobung in einem Zeitrahmen von Jahrzehnten beantwortet werden. Jetzt können wir kurzfristigere Aussagen machen und bei größeren Datensätzen sogar den Einfluss von Klima und Fruchtfolgen trennen.“

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Blaue Süßlupine

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Eiweißpflanze mit vielen Vorteilen

Die Blaue Süßlupine gehört neben Erbsen und Ackerbohnen zu den heimischen Körnerleguminosen. Sie könnte künftig größere Bedeutung als Eiweißlieferant für die Nahrungsmittelproduktion erlangen. Neuzüchtungen enthalten bis zu 40 Prozent Eiweiß. Am Standort Groß-Lüseweitz des Julius Kühn-Instituts wurden Züchtungsstrategien zur Sicherung und Erhöhung des Ertrags und zur Anbaubedeutung der Blauen Süßlupine erarbeitet. Auf den leichten Böden Mecklenburg-Vorpommerns findet sie ideale Voraussetzungen und stellt auch keine Konkurrenz zu anspruchsvolleren Fruchtarten dar. Forschungsarbeiten zur Blauen Süßlupine und ihre Verwendung in der Nahrungsmittelerzeugung werden vom Bundesforschungsministerium gefördert.

Erste Erfolge stellte kürzlich das Institut für Verfahrenstechnik und Verpackung des Fraunhofer Instituts in Freising vor. Ein aus Lupinenprotein erzeugtes Milchersatzprodukt für die Speiseeis- und Käseherstellung enthält keine Laktose, ist frei von Cholesterin und geschmacksneutral. Die heimischen Lupineneiweiße sind als Alternative zu Sojaprotein interessant. Ihre Einsatzmöglichkeiten in Backwaren, Fleischwaren, Feinkostprodukten oder Teigwaren, werden vom Forschungsverbund “PlantsProFood”, einem Verbund aus Forschungseinrichtungen und Unternehmen der Agrar- und Lebensmittelindustrie, untersucht und entwickelt.

Körnerleguminosen sind aber nicht nur als Eiweißlieferant, sondern auch für den Erhalt der Bodenfruchtbarkeit von Bedeutung. Die Blaue Süßlupine bildet tiefe Pfahlwurzeln und übersteht so auch längere Trockenphasen.

Text: aid
Weitere Infos: jki

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