Bauernblog

, , , , ,

Raus auf die Weide

0 Kommentare

Höchste Zeit für die Zaunkontrolle

(aid) – Wiesen und Weiden werden grün, das Gras wächst und der Weidegang für Rinder, Schafe und Pferde rückt näher. Spätestens jetzt sollten die Zäune kontrolliert und repariert werden. Gerade zu Beginn der Weidezeit ist das Risiko groß, dass Tiere ausbrechen. Sie sind es noch nicht gewohnt, draußen zu sein und kennen die “Grenzen” ihrer Freiheit noch nicht. Für jede Tierart gibt es einige Besonderheiten zu beachten.

Für weideerfahrene Milchkühe kann ein einfacher Elektrozaun ausreichend sein, während für Bullen generell drei stromführende Stahldrähte vorgesehen werden sollten. Pferde haben als “Flucht- und Lauftier” einen großen Bewegungsdrang. Die Zäune müssen ausreichend Hütesicherheit bieten, gleichzeitig für die Tiere gut sichtbar und entsprechend hoch sein. Welcher Zaun für welche Tierart gut geeignet ist und worauf Tierhalter generell bei der Errichtung von Weidezäunen achten sollten, beschreibt ausführlich das aid-Heft “Sichere Weidezäune”.

3 Personen gefällt das.

, , , ,

Mehr Fleisch aus weniger Getreide: Universität Hohenheim sucht neue Formeln für ideale Tierdiät

0 Kommentare

Eine sehr interessante Pressemitteilung von der Universität Hohenheim und ein wirklich tolles Projekt. Wir sind schon sehr gespannt wie es sich weiter entwickelt:
Verbundprojekt GrainUp: Wissenschaftler hoffen auf Nährstoff-Einsparung von bis zu 10 Prozent / BMELV fördert mit 3,4 Mio. Euro.

Ein neues Verbundprojekt von Pflanzen- und Tierforschern soll nun Getreide neu bewerten und die Voraussetzungen für eine optimierte Verwertung durch das Nutztier schaffen. Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) fördert das Forschungsvorhaben „GrainUp“ mit insgesamt 3,4 Mio. Euro für 3 Jahre. Etwa die Hälfte davon entfallen auf die Universität Hohenheim, die das Gesamtprojekt koordiniert – was GrainUp zu einem der Schwergewichte der Forschung in Hohenheim macht.
Nur kein Körnchen zu viel! Bislang gehen 10-50% der Nährstoffe im Futtergetreide verloren, weil sie von Nutztieren nicht richtig verwertet werden können.

27 Mio. Tonnen Getreide werden jährlich allein in Deutschland an Schweine, Rinder und Hühner zur Milch- und Fleischproduktion verfüttert. Tendenz steigend: bis 2050 soll sich der weltweite Fleischbedarf verdoppeln, Weizen und Mais werden zu hart umkämpften Ressourcen und der Klimawandel verändert die Anbaubedingungen für Getreide global.

Vor diesem Hintergrund erforschen Wissenschaftler der Universität Hohenheim, wie Getreide als Futtermittel effizienter produziert und verfüttert werden kann. Denn bislang werden nur 50-90% des Futtergetreides durch das Nutztier tatsächlich verwertet. Ein Manko, dass auch eine negative Wirkung auf die Umwelt haben kann, weil nicht verwertete Nährstoffe von den Tieren ausgeschieden werden. So können sich beispielsweise Phosphate in den Böden anreichern und ausgetragen werden oder Ammoniak in die Luft entweichen.

Das Forschungsprojekt will deshalb erstmals die genaue Nährstoffzusammensetzung von Getreidesorten und ihre Verdaulichkeit untersuchen und so die Basis für neue, den Tieren angepasste Sorten legen. Ihr Ziel: bei den neuen Futtersorten soll die Verwertung deutlich gesteigert werden.

Nährstoffgehalt der Getreidesorten bestimmen

In einem ersten Schritt bestimmen Prof. Dr. Markus Rodehutscord und sein Team vom Institut für Tierernährung der Universität Hohenheim für alle Getreidesorten die spezifische Variation an Nährstoffen. „Bisher gibt es in Deutschland kaum wissenschaftlich gesicherte Ergebnisse zur Variation der Nährstoffverdaulichkeit der Getreidearten und -sorten und ihrer Bedeutung für die Gesundheit der Tiere, dem sogenannten Futterwert“, so Prof. Dr. Rodehutscord, der das Forschungsprojekt leitet. „Landwirte arbeiten bisher mit einem Mittelwert für die Fütterung und müssen damit weniger Passgenauigkeit und eingeschränkte Verwertung in Kauf nehmen“, so der Experte.

Weiterlesen

©aid

, , , ,

Gesunde Lebensmittel ohne Mehrwertsteuer

0 Kommentare

Preiskampf unter norwegischen Supermarktketten

(aid) – In Norwegen hat ein Preiskampf um die günstigsten gesunden Lebensmittel begonnen. Drei der größten Supermarktketten bieten seit März 2011 Lebensmittel ohne die in Norwegen üblichen 14 Prozent Mehrwertsteuer an. Und zwar ausschließlich solche, die mit dem Schlüsselloch-Symbol als besonders gesund gekennzeichnet sind. Das Schlüsselloch-Symbol ist eine Positivkennzeichnung, die nach unabhängigen wissenschaftlichen Kriterien in bisher 25 Lebensmittelgruppen die gesünderen Produkte auszeichnet und bereits in Schweden, Norwegen und Dänemark angewendet wird. Mit der Preissenkung auf diese Produkte hat die Supermarktkette Kiwi begonnen, die schon 2007 für mehrere Monate die Mehrwertsteuer auf Obst und Gemüse strich. Die für Kiwi erfolgreiche Werbekampagne regte damals eine öffentliche Diskussion über steuerliche Maßnahmen zur Verbesserung der Ernährung an, die nun weiter angeheizt wird.

Dieses Mal spricht Kiwi in der Werbung gezielt die Politiker an und fordert sie auf, gesunde Lebensmittel billiger zu machen. Auch die Kunden sollen sich anschließen und per SMS oder über das soziale Netzwerk Facebook die Forderung nach einer dauerhaften Steuerminderung unterstützen. Die Aktion läuft bis zum 1. Juni 2011. Danach werden die Verkaufsstatistiken und die in Form der SMS gesammelten Unterschriften den Politikern übergeben. Die Supermärkte Rema 1000 und Rimi mussten dem Preisdruck nachgeben und entschieden sich ebenfalls für die Preisreduktion. Andere Supermärkte wollen mit “überraschenden Aktionen” nachziehen.

Dem norwegischen Gesundheitsministerium kommen diese Preisspiele sehr gelegen. Ende Januar veröffentlichte es die “Ernährungsratschläge zur Förderung der öffentlichen Gesundheit und Vorbeugung chronischer Krankheiten”, in denen das Schlüsselloch-Symbol als Kennzeichen gesunder Lebensmittel mehrfach genannt wird. Zusätzlich findet eine Kampagne zur Steigerung der Bekanntheit des Symbols statt, u. a. mithilfe eines Videos auf YouTube. Lebensmittel, die das Schlüsselloch-Symbol tragen, wurden bereits in den letzten Jahren immer beliebter. Zwischen den Jahren 2009 und 2010 stieg der Umsatz dieser Produkte in Norwegen um 9,3 Prozent. Ob sich die Politiker auf eine Senkung der Mehrwertsteuer einlassen, bleibt abzuwarten. Es wäre den Norwegern allerdings zuzutrauen, die Ersten zu sein, die diesen Schritt wagen.
Nora Moltrecht, www.aid.de