Bauernblog

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Magnesium in der Milchviehfütterung

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Magnesium ist schon seit langem als notwendiger Mineralstoff in der Tierernährung bekannt. Obwohl wir heute wissen, dass Magnesium einer der am weitesten verbreiteten Enzymaktivatoren mit einer Schlüsselfunktion in unzähligen physiologischen Prozessen ist, beruht sein Bekanntheitsgrad jedoch überwiegend auf seiner Rolle bei der sogenannten Weidetetanie oder, wie die Wissenschaftler sagen, der Hypomagnesämie.

Die Höhe der Magnesiumaufnahme in den Organismus wird nicht durch den physiologischen Bedarf geregelt, sondern die Kuh nimmt so viel Magnesium auf wie möglich. Überschüsse werden durch Ausscheidung über den Urin reguliert. Mangelsituationen entstehen, wenn die Magnesiumaufnahme wesentlich geringer ist als der Bedarf. Zwar sind in den Knochen beträchtliche Mengen an Magnesium eingelagert, diese sind jedoch nur schwer zu mobilisieren. Das bedeutet, dass die Kühe jeden Tag eine ausreichende Menge an Magnesium über das Futter aufnehmen müssen, um einen ausreichenden Gehalt im Organismus zu erreichen.

Welche Faktoren beeinflussen die Magnesium-Aufnahme?

Die Überführung des mit dem Futter aufgenommenen Magnesiums in das Blut (Absorption) findet überwiegend im Pansen durch die Pansenwand statt. Für die Magnesium-Aufnahme sind zwei Faktoren entscheidend:

- Das Magnesium muss im Pansen in gelöster Form vorliegen: Für die Höhe des gelösten Magnesiums ist der pH-Wert im Pansen entscheidend: je niedriger der pH-Wert ist, desto mehr Magnesium ist in der Pansenflüssigkeit gelöst.

- Kalium hat als sogenannter Antagonist einen negativen Einfluss auf die Magnesiumabsorption,

d. h. bei hohen Kaliumkonzentrationen in der Ration ist die Magnesiumabsorption verringert, sie kann jedoch durch höhere Magnesiumkonzentrationen im Pansen umgangen werden.

Magnesiumgehalte im Grundfutter

Sowohl Gras, Grassilage und auch Maissilage haben per se einen niedrigen Magnesiumgehalt, gleiches gilt für Getreide. Die empfohlenen Rationswerte von 0,25 % je kg Trockenmasse werden durch diese Komponenten nicht erreicht. Eine Ergänzung mit einem magnesiumhaltigen Mineralfutter ist daher auf jeden Fall empfehlenswert.

Was passiert bei der Weidetetanie?

Die Weidetetanie tritt häufig bei der Umstellung auf Weidefütterung auf. Weidetetanie beruht nicht primär auf einer zu niedrigen Magnesiumkonzentration in der Ration, sondern auf ungenügender Magnesiumabsorption im Pansen, die sich durch die o. a. Faktoren ergeben:

- Besonders stark mit Gülle gedüngte Weide hat einen hohen Kaliumgehalt. Kalium als Antagonist zur Magnesiumabsorption vermindert die Aufnahme.

- Der häufig hohe Rohproteingehalt im jungen Weidegras bewirkt im Pansen eine hohe Ammoniakkonzentration wodurch der pH-Wert steigt und der Gehalt an gelöstem Magnesium in der Pansenflüssigkeit abnimmt.

Magnesium ist zusammen mit Calcium an der Muskelfunktion beteiligt: Calcium unterstützt die Muskelkontraktion, Magnesium unterstützt die Muskelentspannung. Fehlt Magnesium, können die Muskeln in schwerwiegenden Fällen nicht entspannt werden, und es kommt zu Muskelkrämpfen, die soweit gehen können, dass die Tiere nicht mehr aufstehen können bis hin zu Todesfällen.

Aber auch eine subklinische Hypomagnesämie ist bekannt. Sie äußert sich in Appetitlosigkeit, Nervosität und Brunstlosigkeit. Weitere Symptome können sein: höhere Anfälligkeit für Milchfieber und geringere Futteraufnahme mit Milchleistungsabfall.

Wie kann ich der Weidetetanie vorbeugen?

Am wichtigsten ist die langsame Umstellung beim Weideaustrieb an die neue Futtersituation. Ausreichend Kraftfutter steuert der hohen Ammoniakanflutung im Pansen entgegen, eine wiederkäuergerechte Rationsgestaltung mit ausreichend Rohfaser- und Strukturgehalt vermindert ebenfalls das Risiko einer Erkrankung.

Als Mineralfutter für die Übergangszeit und bei Weidegang empfehlen wir unser

                                        RegioMivit MG mit 8 % Magnesium

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Milki®Kuhtrank

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Die ersten Tage nach der Abkalbung stellen höchste Anforderungen an die Kuh.

Zum einen verursacht die Geburt einen hohen Flüssigkeits-, Elektrolyten- und Energieverlust. Zum anderen muss die Kuh sich möglichst schnell auf ein anderes Stoffwechselniveau einstellen, das bei hohen Leistungen vielfach höher ist als in der Trockenstehphase.

Die Versorgung mit Flüssigkeit, Elektrolyten und gegebenenfalls mit Vitaminen und Spurenelementen muss daher unmittelbar nach der Kalbung an erster Stelle stehen.Direkt nach der Kalbung sollte auf jeden Fall Wasser angeboten werden: Kühe saufen bis zu 80 Liter Wasser nach der Kalbung. Das Wasser wirkt pansenstimulierend und beugt Kreislaufproblemen vor.

Wir empfehlen unseren Milki®Kuhtrank:

  • Schneller Ausgleich der geburtsbedingten Verluste an Energie, Wasser, Elektrolyten, Vitaminen und Spurenelementen.
  • Unterstützende Wirkung bei der Milchfieber-Prophylaxe durch hohe Calcium-Zufuhr.
  • Darmstimulierend durch die Wirkung des prämierten AktiVITA-Komplexes (unterstützt die Ausbildung der Darmzotten und führt zu einer Absenkung des Darm-pH-Wertes; unterstützt die Aufnahme von Nährstoffen und reduziert die Bildung von Darmkeimen).

Einsatzempfehlung:

  • 15 – 30 Liter mit einer Konzentration von 50 g Milki®Kuhtrank pro Liter Wasser unmittelbar nach der Geburt verabreichen.
  • Milki®Kuhtrank einfach in 40°C warmem Wasser anrühren und direkt nach der Geburt mit ca. 25°C verabreichen.
  • Bei geschwächten Kühen kann die Tränke über mehrere Tage verabreicht werden: alle 24 Stunden 15 Liter Wasser mit einer Konzentration von 50 g Milki®Kuhtrank pro Liter Wasser.
© Doc RaBe - Fotolia.com

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Pflügen verstärkt Bodenerosion

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(aid) – Wer pflügt, verliert – zumindest an Bodensubstanz. Dass das alljährliche Umbrechen des Bodens die Erosion fördern kann, ist nichts Neues. Welche dramatischen Ausmaße diese allerdings annehmen kann, haben Wissenschaftler im Auftrag des amerikanischen Landwirtschaftsministeriums in einer Studie nachgewiesen. Sie verglichen dafür den regional üblichen Anbau von Winterweizen mit einem jährlichen Wechsel zwischen Frucht und Brache und intensiver Bodenbearbeitung mit einem vierjährigen Fruchtfolgesystem ohne Pflügen (“no till”).

Die Studie fand im Nordosten von Oregon an der nördlichen Pazifikküste statt. Eine Besonderheit der Region sind lockere Schluff-Lehm-Böden. Die meisten Äcker haben eine Steigung von 20 bis 45 Grad. Das Klima ist eher trocken, Wind und Regenfälle haben allerdings starke Auswirkungen auf die Bodenerosion. Zwischen cirka 3 und 50 Tonnen pro Hektar werden die jährlichen Bodenverluste geschätzt. Exakte Daten hierzu existierten jedoch bisher mangels entsprechender Untersuchungen nicht. In ihrer Studie verglichen die Wissenschaftler die Sedimente der Abflussrinnen zweier benachbarter Felder. Sie stellten fest, dass es auf konventionell bearbeiteten Flächen zu 70 Prozent mehr Oberflächenabfluss kam. Die Menge an erodiertem Sediment war hier 52mal größer. Die Regenfälle verursachten im konventionellen Anbau in vier Jahren dreizehnmal starke Erosionen, auf dem nicht gepflügten Feld nur dreimal. Wenn dort überhaupt Erosion auftrat, war das Ausmaß geringer. Ein Grund dafür ist, dass erstens die Oberfläche nicht umgebrochen wird. Zweitens verbleiben Reste der Vorjahresfrucht im Boden und halten diesen nicht nur mit ihrem Wurzelwerk fest, sondern erzeugen auch Poren. Durch die kann das Wasser besser in den Boden eindringen, statt einfach über die Oberfläche abzulaufen und diese mitzunehmen. Auch der Gehalt an organischem Kohlenstoff im nicht bearbeiteten Boden war höher. Er fördert die Boden-Agglomeration und so die Stabilität. Bezüglich der Erträge gab es zwischen beiden Anbausystemen keinen Unterschied.

Die Farmer, die nicht pflügten, konnten jedoch ihre Kosten senken, da sie das Feld seltener befuhren. Selbst wenn das Ausmaß der Ergebnisse sehr spezifisch für die untersuchte Region ist, zeigt die vorliegende Untersuchung, wie sich relativ kleine Veränderungen beim Anbau positiv im Sinne der Umwelt, aber durch Zeit- und Kosteneinsparung im Sinne des landwirtschaftlichen Erzeugers auswirken können.
Dr. Margit Ritzka