Bauernblog

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Infizierte Kühe und Schafe schneller erkennen

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Interessante Pressemitteilung:

Das weltweit erste kommerzielle Nachweisverfahren für das Schmallenberg-Virus steht jetzt allen Laboratorien zur Verfügung. Die AnDiaTec GmbH & Co. KG aus Kornwestheim, spezialisiert auf Nachweisverfahren für Krankheitserreger im Veterinärbereich, hat soeben die Zulassung für ihr Produkt nach deutschem Tierseuchengesetz durch das Friedrich-Löffler-Institut erhalten. Das Virus, das in den letzten Monaten in ganz Europa bei Nutztieren wie Rindern und Schafen unter anderem zu Fehl- oder Totgeburten führte, kann nun schnell und zuverlässig nachgewiesen werden.

Das Schmallenberg-Virus wurde erstmals im November 2011 in einem Viehbetrieb in Deutschland nachgewiesen und breitet sich seither in ganz Europa aus. Laut einer Veröffentlichung des Friedrich-Loeffler-Instituts, dem Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit, sind allein in Deutschland über 1.700 Viehbetriebe betroffen. Vor allem Rinder, Schafe und Ziegen erkranken durch das Virus, das durch Insekten übertragen wird. Bei Wiederkäuern führt die akute Infektion zu hohem Fieber, Durchfall und zu einem starken Rückgang der Milchproduktion. Bei der Infektion trächtiger Tiere wird das Virus auf den Fötus übertragen; Missbildungen, Fehl- oder Totgeburten sind die Folge. Für Menschen wird das Virus bislang als ungefährlich eingestuft.

Die AnDiaTec GmbH & Co. KG aus Kornwestheim ist ein international tätiges La-bor für innovative Nachweisverfahren von Krankheitserregern im Veterinär- und Humanbereich. Dem Team um Dr. Johannes Kehle ist es gelungen, ein komplettes, kommerziell erhältliches Nachweisverfahren für das Schmallenberg-Virus zu entwickeln. Es wurde nun durch das Friedrich-Löffler-Institut nach deutschem Tierseuchengesetz zugelassen. Mit Hilfe des „BoVir® Schmallenberg-Virus real time RT-PCR Kits“ kann das Schmallenberg-Virus in Blut- und Gewebeproben von Rindern und kleinen Wiederkäuern schnell und zuverlässig nachgewiesen werden. „Die AnDiaTec zeigt wieder einmal, dass sie zielgerichtet Produkte entwickeln und auf Marktbedürfnisse prompt reagieren kann“, erklärt BioRegio STERN Geschäftsführer Dr. Klaus Eichenberg.

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Proplanta mit aktuellsten Ernteprognosen

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Der Geodienst von Proplanta fasst in einem neuen Projekt die aktuellsten Ernteschätzungen in einer Übersichtskarte zusammen.

Stuttgart/Hohenheim, 12.07.2012 – Beginnend mit dem Drusch der Wintergerste startet derzeit in Deutschland überall die Getreideernte. Die Erwartungen an die diesjährige Saison variieren nicht nur regional, sondern werden auch von verschiedenen Fachleuten unterschiedlich eingeschätzt. Insgesamt wird in diesem Jahr eine eher unterdurchschnittliche Ernte erwartet. Ernteschätzungen verschiedener Quellen fasst das neue Projekt des Proplanta Geodienstes „Ernteprognosen 2012“ auf einer Landkarte zusammen.

„Umfassend, übersichtlich und überregional bieten wir jetzt einen Direktzugriff auf die aktuellsten Ernteprognosen 2012“, berichtet Dr. Jörg Mehrtens, Geschäftsführer von Proplanta. „Die zentrale Bündelung und laufende Aktualisierung der Ernteberichte soll neben den im Juli 2011eingeführten Echtzeitkursen Landwirte und Landhändler bei der Einschätzung der Marktsituation und der Vermarktung unterstützen“, so Mehrtens.

In seinem Erntegespräch vergangene Woche berichtete der Deutscher Bauernverband (DBV), dass sich seiner Einschätzung nach vor allem die verringerte Anbaufläche der ertragsstärkeren Winterkulturen mindernd auf die Erntemenge auswirken dürfe. Fröste im Februar hatten zu erheblichen Auswinterungsschäden geführt. Auch die Erträge für Winterweizen dürften dieses Jahr nach DBV-Schätzung rund sechs Prozent unter dem langjährigen Durchschnitt liegen. Der Wintergerste-Ertrag soll ebenfalls unterdurchschnittlich ausfallen.

Bei Sommergetreide rechnet der DBV mit Produktionssteigerungen, die vor allem auf die erhebliche Flächenausdehnung nach Umbruch wegen Auswinterung zurückzuführen sind. Bei Raps seien die Ausfälle durch den Frost relativ gering, die Erträge sollen nur leicht unter dem langjährigen Durchschnitt liegen.

Der Deutsche Raiffeisenverband (DRV) kam in seiner jüngsten Ernteschätzung Mitte Juni zu einer grundsätzlich ähnlichen Einschätzung. Auch er betont, dass insbesondere die Auswinterungen und die daraus resultierenden verringerten Anbauflächen die Ernteerwartungen beeinträchtigen. Der DRV rechnet mit einer Winterweizenernte von knapp 20,3 Mio. t und einer Wintergerstenernte von 6,3 Mio. t. Die Hektarerträge schätzt der DRV bei Winterweizen auf Vorjahresniveau, bei Wintergerste sogar 3 Prozent darüber.

Durch die deutlich erhöhten Anbauflächen von Sommerweizen und Sommergerste geht der DRV bei diesen Kulturen von einer Erntemenge von rund 1,0 Mio. t bzw. 2,7 Mio. t aus gegenüber 0,3 Mio. t bzw. 2,0 Mio. t im Vorjahr. Für Winterraps erwartet der Verband in Deutschland sogar eine Produktionssteigerung von 18 Prozent im Vergleich zu 2011.

Aktuelle Ernteschätzungen sind jetzt im Proplanta-Geodienst in einer Übersichtskarte zu finden. Direktlink zum Projekt „Ernteprognosen 2012“

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EU-Bio-Logo ergänzt ab Juli verpflichtend das deutsche Bio-Siegel

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Das im Jahr 2010 EU-weit etablierte Bio-Logo muss nach einer zweijährigen Übergangsfrist ab dem 1. Juli 2012 verbindlich auf allen Bioprodukten abgedruckt sein.

Quelle : Eu-Kommission

Quelle: EU-Kommission

Die Regelung gilt für sämtliche vorverpackte Biolebensmittel, die in einem EU-Mitgliedstaat hergestellt worden sind und die strengen Normen der EU-Rechtsvorschriften für den ökologischen Landbau erfüllen. Mit dem Logo, das ein stilisiertes Blatt auf grünem Grund zeigt, wird gewährleistet, dass Verbraucher in ganz Europa Bioprodukte auf den ersten Blick erkennen. Zusätzlich zum verpflichtenden neuen EU-Bio-Logo können die Hersteller ihre Biowaren auch weiterhin mit dem bekannten und anerkannten deutschen Bio-Siegel und privatwirtschaftlichen Logos wie denen der deutschen Anbauverbände kennzeichnen.

Das deutsche Bio-Siegel ist nach wie vor das bekannteste Erkennungszeichen für Bioprodukte und bleibt sowohl für Verbraucher als auch für Verarbeiter unverzichtbar. Das sechseckige Siegel genießt einen zehnjährigen Bekanntheitsvorsprung und ist für viele Verbraucher nach wie vor die wichtigste Orientierungshilfe beim Kauf von Bioprodukten. 87 Prozent der Deutschen geben an, das deutsche Bio-Siegel zu kennen und beim Einkauf darauf zu achten. Bis Ende Mai 2012 wurden in der deutschen Bio-Siegel-Datenbank exakt 65.097 Produkte von 4080 Unternehmen registriert.

Grundlage für beide Kennzeichnungen ist die EU-Öko-Verordnung, die genau definiert, wie landwirtschaftliche Erzeugnisse und Lebensmittel, die als Öko-Produkte gekennzeichnet sind, erzeugt und hergestellt werden müssen. Die EU-Rechtsvorschriften für den ökologischen Landbau schützen die Verbraucher vor Täuschungen und verhindern unlauteren Wettbewerb – europaweit. Ihren Standards müssen alle in der Europäischen Union erzeugten und verkauften Öko-Produkte entsprechen. So schreibt die EU-Öko-Verordnung Erzeugern und Verarbeitern genau vor, wie sie produzieren und welche Stoffe sie dabei verwenden dürfen. Was in sogenannten Positiv-Listen nicht ausdrücklich erlaubt ist, darf auch nicht verwendet werden.