Das Saarlandbrot, eine Idee nimmt Gestalt an
verfasst am 28. Juli 2010 von Andrea Juchem | 6 Kommentare
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Bei der 3. Veranstaltung in der Reihe: “Aus der Region für die Region” des saarländischen Wirtschaftsministeriums stand am Montag, dem 26. Juli das Thema Saarlandbrot im Vordergrund. Auf dem Baltersbacher Hof diskutierten im Podium der Chefredakteur des Pfälzischen Merkur Michael Klein mit Minister Christoph Hartmann, dem Vorsitzenden des Kreisbauernverbandes Neunkirchen und Betreiber des Baltersbacher Hofes Dieter Hauter, Andrea Juchem, Geschäftsführerin der Juchem Gruppe und dem Landesinnungsmeister der saarländischen Bäcker Roland Schaefer die Marktchancen eines Saarlandbrotes.
Bei dem zu kreierenden Saarlandbrot soll alles aus saarländischer Produktion stammen. Roggen und Weizen angebaut und geerntet von saarländischen Landwirten, vermahlen von saarländischen Mühlen und gebacken von saarländischen Handwerksbäckern.
Dieses Brot soll natürlich nicht nur hervorragend schmecken, sondern auch ein Bewusstsein dafür schaffen wie wichtig es ist, heimische Produkte zu konsumieren und bei den täglichen Grundnahrungsmittel nicht auf Qualität und Regionalität zu Gunsten vom Preis zu verzichten.
Im Gegensatz zur Milch, bei der der Verbraucher sich bewusst ist, dass die geringen Preise für Landwirte nicht ausreichend sind, existiert ein solches Bewusstsein für Getreide nicht. Die Getreide- und Mehlpreise befinden sich zurzeit wieder auf einem historischen Tief, was gleichermaßen für Landwirte aber auch für die Mühlen ein großes Problem darstellt.
Podiumstelnehmer und Zuhörer waren sich einig. Ein Saarlandbrot würde gut in die heutige Zeit passen, in dem regionale Produkte immer mehr im Focus stehen und bewusste Verbraucher auch bereit sind für Lebensmittel einen fairen Preis zu zahlen.
Weitere Informationen zur Veranstaltung:
- Pressemeldung des Wirtschaftsministeriums: Ernten, mahlen, backen, genießen … im Saarland
- Saarbrücker Zeitung: Landwirte fordern Zuschuss für Getreide
- Bilder der Veranstaltung in unserem Flickr Account
Die nächste Veranstaltung in der Reihe: Aus der Region für die Region wird wird am Mittwoch, dem 18.08.2010 um 15.00 Uhr Lisdorfer Frischgemüse GmbH in Saarlouis stattfinden.












6 Kommentare
Neuen Kommentar verfassenBianca
Ich kann mir als Verbraucherin sehr gut vorstellen das Saarlandbrot zu kaufen und damit nicht nur die saarländischen Produzenten, sondern auch die Region und schlussendlich mir selbst etwas Gutes zu tun.
Vielleicht kannst Du ja mal ein Brot zum nächsten Twitterstammtisch mitbringen – ich bin mir sicher, die Meinungen werden nicht im Verborgenen bleiben
LG Bianca
Andrea Juchem
Liebe Bianca, danke für deinen Kommentar
Wenn wir dann schon soweit sind, bringe ich es gerne zum Verkosten hin und auch in Punkto Ideen sind unsere Twitterfreunde bestimmt sehr hilfsbereit.
happy-buddha
Ja ! Wenn ich z.B meine Eltern in Bayern besuche, kann ich ihnen damit ein Teil Saarlands bringen.
Andrea Juchem
Auf alle Fälle. Wir haben herausgefunden über Leute die im Tourismus tätig sind, dass Brot ein großes Stück Identität der Region transportiert und dass viele Menschen gerne ein Brot aus dem Urlaub mit nach Hause bringen.
Sven
Den Spruch “Für Lebensmittel einen fairen Preis zu zahlen” hört man an jeder Ecke. Ist ein fairer Preis für ein Brötchen 30-35 cent ?
Die Grundidee von “regionalen Brot” ist gut, aber hier sollte man nicht an der Preisschraube drehen, sondern wieder mit Handwerkskunst anfangen.
Wenn man beim Tischler einen Tisch kauft und er würde mit einem Fertigprodukt von Ikea kommen um es aufzustellen würde man Ihn rauswerfen. Beim Bäcker ist das täglich Brot…. (zumindestens in all den Regionen wo große Ketten die kleinen Anbieter verdrängt haben)
Gustav
Gefaellt mir sehr die Seite. Tolle Themenwahl.