Bauernblog

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Milch und Honig, Teil 2

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Teil 2: Milch

Die Kälbchen blöken. Die Bullen muhen. Völlig unbeeindruckt kauen Janne, Fler, Hage butte und all die anderen Milchkühe ihr Heu und schauen mit großen, braunen Augen ins Gelände. 350 Rindviecher leben auf Gut Wulfsdorf, einem weitläufigen Hof am Rande von Ahrensburg. Hier ist die Kuh König. Oder besser: Königin. Ihr Rhythmus bestimmt den Alltag der Landwirte Elisabeth und Georg Lutz. Alle zwölf Stunden wird gemolken und gefüttert, abends um halb sechs, morgens um halb sechs. Wer Milch will, muss fleißig sein. »Wir können gar nicht anders, als unseren

Tieren einfach dankbar zu sein«, sagt Elisabeth Lutz. Sie, ihre Familie und zwanzig Mitarbeiter leben vom Ertrag der Tiere. Bloße Wirtschaftsfaktoren sind die Kühe deswegen noch lange nicht. Auch nach vielen Jahren auf dem Hof scheint es ihr und ihrem Mann Georg immer noch wie ein Wunder, was ihre Kühe leisten. Täglich geben sie bis zu 30 Liter Milch, fett und warm. Dazu kommt: Jedes Jahr bekommt die Kuh ein Kalb – Voraussetzung dafür, dass sie überhaupt Milch geben kann. Das Leben auf dem Hof ist anstrengend – für die Kühe und für die Landwirte. Und egal, wie sehr sie ranklotzen, allein in ihren Händen liegt das Gelingen nicht. »Bevor gemolken wird, muss Futter gemacht werden. Dafür muss das Gras wachsen. Dazu muss es mal regnen, mal die Sonne scheinen«, sagt Elisabeth Lutz. »Eigentlich unglaublich, was die Natur uns gibt, damit wir leben können. Da wirken so viele Mächte. Ich glaube, man kann sie Gotteskräfte nennen.« Georg Lutz ist schon mit Kühen aufgewachsen, hat sie betreut und gemolken, seit er zwölf ist. Trotzdem freut er sich jeden Tag über die Milch. Und dankt Janne, Fler und Hagebutte dafür. Innerlich und mit Worten. Alle seine fünfzig Milchkühe kennt er beim Namen. Bevor sie an Altersschwäche sterben, schickt der Landwirt die Kühe zum Schlachter, ihr Fleisch wird verkauft. Das fällt ihm nicht leicht. »Aber das ehrt die Kuh ja auch, dass ihr Körper nicht einfach entsorgt wird.« Er bemüht sich, jede einzelne seiner alten Kühe zu verabschieden. Dann streichelt er das Tier noch einmal und bedankt sich für die gemeinsame Zeit. »Ich erinnere mich dann an besondere Momente, an eine schwierige Geburt zum Beispiel.« Und es ist auch der Moment des Verzeihens – denn Bauer und Kuh machen sich das Leben gegenseitig auch schwer. »Ich entschuldige mich, wenn ich wütend auf sie war. Zum Beispiel, als eine den Tierarzt auf die Hörner genommen hat, oder als eine andere ausgebüxt ist und dann Feuerwehr und Polizei ausrücken mussten. « Er entschuldigt sich auch, wenn er manche Kuh lange Zeit kaum beachtet hat. Für selbstverständlich genommen zu werden, so Bauer Lutz, hätten weder seine Kühe noch ihre Milch verdient.

Veröffentlichung des Textes mit freundlicher Genehmigung: Verein Andere Zeiten. Der Text stammt aus „Magazin zum Kirchenjahr, Heft 03/2010

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Klinische und subklinische Ketose- erkennen und vorbeugen

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Die Ketose ist eine Krankheit, die vor allem bei Kühen zu Laktationsbeginn auftritt.
Ursache der Ketose ist ein Energie-, insbesondere ein Glukosemangel. Dieser wird meist bedingt durch unzureichende Futteraufnahme infolge einer „Grundkrankheit“ (Gebärparese, Mastitis, Endometritis, Labmagenverlagerung, Fremdkörpererkrankung, Lahmheit) oder von Managementfehlern (nicht genügend Fressplätze oder Jungtiere, die von ranghöheren Kühen abgedrängt werden), die zu einer verminderte Futteraufnahme führen.
Dieser entstehende Energiemangel führt dazu, dass Körpersubstanz abgebaut wird. In der Leber werden aus abgebautem Körperfett Ketonkörper gebildet, die über Milch und Harn wieder ausgeschieden werden. Typisch für diese Krankheit ist auch der „fruchtige“ Geruch (ähnlich wie der Klebstoff UHU) der Atemluft der Tiere, in der ebenfalls Ketonkörper enthalten sind.
Klinisch zeigen sich nachlassende Milchleistung und Fressunlust; zentralnervöse Symptome verschiedener Ausprägung sind möglich. Besonders gefährdet sind Kühe, die sich vor der Geburt ausgeprägte Fettpolster angelegt haben (Hyperlipomobilisationssyndrom). Eine Therapie der akuten Ketose erfolgt in Form von Glukoseinfusionen oder der oralen Verabreichung glukoplastischer Substanzen.
Hilfreich sind Energietrunks direkt nach dem Kalben (Milkivit Kuhtrank) sowie Gaben von Propylenglycol in den ersten Laktationstagen (bis zu 10 Tage je 250-300 ml/Tag in die Backentasche).
Auf vorbeugende Maßnahmen sowie die Erkennung der subklinischen Ketose soll im Folgenden weiter eingegangen werden.
Die Bedeutung der Rationsgestaltung und des Fütterungsmanagements nimmt mit der Leistung der Kühe zu. Hochleistungskühe sind anfälliger als Kühe mit niedriger Leistung, denn sie müssen in kürzester Zeit die Umstellung von der Trockensteherphase zur Hochleistungskuh meistern. Da die Futteraufnahme der Tiere begrenzt ist, kommt es darauf an, in der Hochlaktation eine Ration mit hochkonzentrierten Nährstoffefuttern anzubieten, ohne eine geordnete Pansenfunktion zu vernachlässigen.
Das heißt:
- nur beste Silagequalitäten (1. und 2. Schnitt),
- eine ausgewogene Rationsgestaltung sowie
- hoch konzentrierte Eiweiß- und Kraftfuttermittel in der Ration.
Wie oben beschreiben, muss ebenfalls darauf geachtet werden, dass die Kuh das Futter auch ausreichend aufnimmt. Lahmheiten, nicht ständige Futterverfügbarkeit, mangelnder Fressplatz etc. hemmen die Futteraufnahme und bringen die Tiere schnell in ein Energiedefizit. Subklinische Ketosen treten nicht mit diesen oben geschilderten ausgeprägten Symptomen auf, jedoch lösen sie zahlreiche Folgekrankheiten aus, die oft nicht mehr mit einer Ketose in Verbindung gebracht werden.
Oft bilden sie ein Bestandsproblem, welches mit einiger Aufmerksamkeit gut erkannt werden kann.
Eine Möglichkeit zur Erkennung einer subklinischen Ketose ist die Auswertung der Milchkontrollberichte. Dort werden die Tiere und deren Leistungen getrennt nach Laktationstagen aufgelistet. Interessant sind dabei besonders die Zahlen der Tiere in den ersten 100 Laktationstagen. Weist die Milchkontrolle hier einen deutlich niedrigeren Eiweißwert als in den beiden letzten Laktationsdritteln auf, kann ein Energiedefizit der Frühlaktierenden vermutet werden.
Aussagekräftig ist auch der Fett : Eiweiß-Quotient in dieser Tiergruppe. Liegt dieser über 1,5 (also sehr hoher Fettgehalt und/oder niedriger Eiweißgehalt, bezogen auf Holstein Frisian Kühe), kann dies auf Probleme in der ketotischen Stoffwechsellage mit starker Fettmobilisation hinweisen. Eine starke Fettmobilisierung ist auch durch Beobachtung der Tiere und mit Hilfe des Body Condition Score gut zu erkennen.
Der Höhepunkt solcher Ketosen liegt meistens in der 3. bis 5. Woche nach der Kalbung.
Sie wirken sich stark negativ auf das Immunsystem der Tiere aus, was zu erhöhter Inzidenz infektionsbedingter Erkrankungen (Mastitis, Endometritis, Klauenerkrankungen etc.) führen kann. Haben Sie in Ihrer Herde Anzeichen einer klinischen oder subklinischen Ketose gefunden, raten wir zu einer Zusammenarbeit mit Ihrem Tierarzt, sowie einer eingehenden Grundfutteruntersuchung und anschließenden Rationsberechnung durch unsere Berater.

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Subklinisches Milchfieber …

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ein häufig auftretendes Problem

Die Milchfiebererkrankung, auch Gebärparese oder Hypocalcämie genannt, gehört zu den am häufigsten auftretenden Erkrankungen in Milchviehherden. Während etwa 5 – 8 % aller Tiere sichtbar (klinisch) an Milchfieber erkranken, so sind etwa 30 % der Kühe eines Bestandes vom nicht sichtbaren (subklinischen) Milchfieber betroffen.

Ursache des Milchfiebers ist eine unzureichende Calciumverfügbarkeit. Das frei im Blut verfügbare Calcium beträgt lediglich 3 g, mit dem Kolostrum werden aber bereits 30 – 60 g Calcium ausgeschieden. Die mit dem Futter aufgenommene Menge an Calcium reicht nicht aus, um diesen hohen Bedarf zu decken.

Durch ein kompliziertes Zusammenspiel der Hormone Parathormon und Calcitonin aus der Nebenschilddrüse und dem Vitamin D kann Calcium aus den Knochen mobilisiert werden. Wird während der Trächtigkeit reichlich Calcium gefüttert, werden diese Funktionen heruntergefahren, weil genügend Calcium vorhanden ist. Die Reaktivierung des Zusammenspiels braucht aber Zeit, in der Regel 2 – 3 Tage. Während dieser Zeit kommt es zu einem gravierenden Calciummangel. Da das Calcium an den Muskelkontraktionen beteiligt ist, können diese bei einem Calciummangel nicht mehr ausgeführt werden.

Klinisches Milchfieber äußert sich im Festliegen nach der Geburt, der Kopf ist zum Bauch gedreht, die Kuh leidet unter Bewusstseinsstörungen. Hier besteht Lebensgefahr für das Tier und es ist höchste Zeit für den Tierarzt, um die Kuh durch eine Calciuminfusion noch zu retten.

Schwerer zu erkennen ist das subklinische Milchfieber, obwohl auch diese Erkrankung zu gravierenden Schäden und finanziellen Einbußen führen kann. Wegen der geschwächten Muskelkontraktionen können nachstehende Störungen auftreten:

  • Schwergeburten und Nachgeburtsverhaltungen, weil die Muskelkontraktionen in der Gebärmutter nicht mehr ordnungsgemäß funktionieren
  • Euterentzündungen, da sich die Zitzenschließmuskel nach dem Melken nicht mehr richtig schließen und Umweltkeime leichter in das Euter gelangen und dort z. B. eine Mastitis auslösen können
  • Ketose, weil durch fehlende Pansenkontraktionen die Verdauung gestört und damit die Futteraufnahme reduziert wird
  • Labmagenverlagerungen wegen der Muskelschwäche
  • Auch über eine Schwächung der Immunabwehr wird in der Fachpresse diskutiert.

Betriebswirtschaftler rechnen mit einem Schaden von etwa 350 € pro Milchfieberfall.

Wie kann der Tierhalter vorbeugen?

Durch eine spezielle Rationsgestaltung während der Trockenstehphase kann das Risiko einer Milchfiebererkrankung gesenkt werden.

Calciumarme Rationen während der Trockenstehzeit: Dadurch wird eine leichte Calciumunterversorgung simuliert und das System der Calciummobilisierung trainiert. Die Rationen sollten nicht mehr als 4 – 5 g Calcium/kg Trockenmasse enthalten. Dieser Wert wird oft durch den Einsatz von Grassilagen mit hohen Calciumgehalten überschritten.

Die Kuh ist in der Lage, den pH-Wert im Blut zu regeln: Liegt der pH-Wert im leicht sauren Bereich, werden Calcium und Phosphor leichter aus den Knochen freigesetzt. Im alkalischen Bereich (>pH 7) ist diese Freisetzung wesentlich schwieriger. Hohe Kaliumgehalte im Futter, insbesondere in Grassilagen, die stark mit Gülle gedüngt wurden, verschieben den pH-Wert in den alkalischen Bereich und unterstützen so das Risiko einer Milchfiebererkrankung.

Eine Untersuchung des Grundfutters und die Berechnung der Calcium- und Kaliumgehalte oder besser noch des DCAB-Wertes in Rationen für Trockensteher ist der erste und einfachste Schritt.

Der Einsatz saurer Salze ist häufig mit Problemen verbunden, da diese sehr schlecht gefressen werden und ihr Einsatz genau kontrolliert werden muss. Zusätzlich ist die Ration mit 120 bis 150 g Calcium zu ergänzen, da durch die sauren Salze der Calcium-Stoffwechsel stark angeregt und die Ausscheidung von Calcium über den Urin gefördert wird. Saure Salze dürfen grundsätzlich nur in den letzten 2 – 3 Wochen vor dem Kalben eingesetzt werden und müssen unmittelbar danach abgesetzt werden.

Insgesamt hat sich der Einsatz dieser sauren Salze in der Praxis nicht so recht durchgesetzt. Über eine interessante Neuentwicklung zur Milchfiebervorbeuge berichten wir in unserem nächsten Newsletter.

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Mineralstoffversorgung in der Milchviehfütterung

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Mineralstoffe dienen dem Körper als Baustoffe (Knochen, Zähne, Gewebe etc.) und sind Bestandteile tierischer Produkte (Fleisch, Milch, Eier etc.). Sie sind ebenso Bestandteil von Enzymen und Hormonen, an Stoffwechselprozessen beteiligt, helfen Muskeln, sich zu bewegen und Nahrung zu verdauen.

Ein Mangel an Mineralstoffen führt zu gesundheitlichen Schäden, Fruchtbarkeitsstörungen, Leistungsminderungen und Qualitätsproblemen. Je höher die Leistung unserer Nutztiere, desto wichtiger ist eine bedarfsgerechte Versorgung mit Mineralstoffen. Mineralstoffe sind lebenswichtige Grundstoffe, die mit der Nahrung dem Körper zugeführt werden müssen. Man unterscheidet dabei in Mengenelemente (Calcium, Phosphor, Kalium, Natrium, Magnesium, Chlor und Schwefel) und Spurenelemente (Eisen, Mangan, Zink, Kupfer, Kobalt, Jod, Molybdän und Selen).

Spurenelemente sind anorganische Elemente, die nur in geringen Konzentrationen (<50 m/kg Körpergewicht) im Körper vorkommen. Ein anhaltender Mangel an Spurenelementen kann klinische Erscheinungen verursachen, die aber oft nicht eindeutig sind. Im Folgenden betrachten wir einige wichtige Spurenelemente und erläutern die klinischen Erscheinungen, die bei einem Mangel an diesen Spurenelementen auftreten:

Selen

Selenmangel ist in unseren Regionen relativ häufig, da der Südwesten von Deutschland allgemein als Selen-mangelgebiet gilt. In den Wintermonaten ist der Selenmangel deutlicher ausgeprägter als in den Sommermonaten. Selenmangel verursacht Wachstumshemmungen, Immunsupressionen, Fruchtbarkeitsstörungen, Verkalbungen, Nachgeburtsverhaltungen, Gebärmutterentzündungen und Ovarzysten. Vermindertes Haarwachstum und Muskelschwund werden ebenfalls genannt. Selenreich sind Maisnachprodukte und Sojaschrote. Getreide enthält wenig Selen, ebenso Gras- und Maissilagen. Die Selengehalte in Futtermitteln hängen sehr stark von der Bodenart und der Düngung ab.


Vorsicht: H
ohe Selenmengen wirken toxisch.

Kupfer

Kupfer ist für Strukturen von Haar und Wolle verantwortlich, für eine gute Ausbildung des zentralen Nervensystems und des Skeletts sowie die Fruchtbarkeit und das Immunsystem. Kupfer wird von Wiederkäuern nur in geringen Mengen vertragen. Mangelerscheinungen äußern sich durch Lecksucht, Gewichtsabnahme, Anämie, Störungen in der Knochenbildung, Erde fressen und starke, unstillbare Durchfälle. Die Fruchtbarkeit wird ebenfalls negativ beeinflusst, es zeigen sich Konzeptionsstörungen, stille Brunsten, frühe Embryonaltode und Nachgeburtsverhaltungen. Ein deutliches Zeichen ist auch die „Brillenbildung“, eine Haarverfärbung rund um die Augen. Vor allem in Sand- und Moorböden sind die Kupfer-Gehalte sehr niedrig. Wenig gehaltvoll an Kupfer sind Rüben, Getreide und Milchprodukte. Grünfutter, Heu und Silage haben einen mittleren Gehalt, Bierhefe, Ölschrote und -kuchen einen hohen Gehalt an Kupfer.

Vorsicht: Schafe sind besonders empfindlich gegen Kupfer, daher keine Milchleistungs- oder Kälberfutter an Schafe füttern.

Eisen

Ein Mangel an Eisen äußert sich durch blasse Schleimhäute (Augen, Zunge), ein raues Haarkleid, Abmagern und verminderte Krankheitsresistenz. Eisen hat eine zentrale Funktion im Sauerstofftransport des Blutes und ist wichtiger Bestandteil von Enzymen und Proteinen. Mit Ausnahme von Hackfrüchten und Milch sind die meisten Futtermittel reich an Eisen. In Ölsaaten und Getreidenachprodukten ist das Eisen jedoch schlecht verfügbar (Eisenphytat).

Zink

Eine Zinküberversorgung hat keine negativen Folgen, eine Unterversorgung  jedoch führt zu Wachstumshemmungen, Haarausfall, Haut- und Klauenschäden, Fruchtbarkeitsstörungen (reduzierte Konzeptionsrate, später Nachgeburtsverhaltungen) und einem Rückgang der Milchleistung. Auch Klauenprobleme treten häufiger auf. Rauh- und Saftfuttermittel sowie Getreide enthalten wenig Zink. Ölschrote, Hefen und Biertreber sind dagegen zinkreich.

Mangan

Mangan ist am Stoffwechsel beteiligt, an Blutfarbstoff und Fellpigmentierung. Es steuert das Knochenwachstum und den Ablauf der Geschlechtsfunktionen. Bei einem Manganmangel kommt es zu stillen Brunsten, einer gestörten Libido des Bullen inklusive schlechter Spermaqualität, vermehrten Aborten und hoher Kälbersterblichkeit. Eine anormale Skelettentwicklung wurde ebenfalls beobachtet. Ölkuchen und -schrote, Kräuter und Leguminosen enthalten viel Mangan.

Eine Diagnostik der Mangelsituation im Betrieb erfolgt über die Blutuntersuchung. Bitte sprechen Sie bei einem Verdacht mit ihrem Tierarzt.Vorsorgen können Sie einem Mangel an Spurenelementen vor allem durch die tägliche, angepasste Mineralfutterversorgung. Diese hängt zum einen von der Leistung des Tieres ab (Milchleistung, Wachstum), zum anderen auch von den Spurenelement-Gehalten in ihren Futtermitteln. Eine zusätzliche Untersuchung Ihrer Grundfuttermittel zumindest auf den Gehalt an Mineralstoffen  macht auf  jeden Fall Sinn und kostet weniger als eine evtl. zu hoch bemessene Mineralfuttergabe oder die Probleme, die ein Mineralstoffmangel bei den Tieren mit sich bringt.

Die Mitarbeiter der Juchem-Gruppe beraten Sie gerne zu diesem Thema und berechnen eine für Ihre  Tiere passende Futterration mit einem angepassten Mineralfutter.

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