Grünlandpflege spart Geld
verfasst am 15. April 2010 von Katharina Laub | 0 Kommentare
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Nach einem langen, strengen Winter steht nun die Grünlandpflege an, um die Silage-Ernte für dieses Jahr vorzubereiten und die Weichen für eine qualitativ hochwertige Silage zu stellen.
Dass eine gezielte Pflege des Grünlands enorme Kostenvorteile bietet, wird oft unterschätzt.
Nach dem Winter gilt es also, das eigene Grünland kritisch zu bewerten:
- Ist die Grasnarbe lückig?
- Welche Pflanzen stehen in welchen Mengenanteilen auf meinem Grünland?
Welche davon sind erwünscht, welche weniger?
Grünlandpflege bedeutet:
- mechanische Pflegemaßnahmen
- Unkraut- und Ungrasregulierung
- Schädlingsregulierung
- Nachsaaten.
Erste Maßnahme nach dem Winter sollte das Walzen der Flächen sein:
Durch das Gewicht der Walze kommt es zum Bodenschluss der Pflanzenwurzeln. Dadurch wird ein Austrocknen der feinen Wurzeln verhindert. Weiterhin regen wir die Bestockung der Gräser an und verbessern die Kapillarität des Bodens. Gewalzt wird weder bei zu nassen Flächen (Bodenverdichtungen) noch zu trockenen (keine Wirkung).
Das Schleppen und Striegeln der Grünlandflächen zielt darauf ab, Bodenunebenheiten auszugleichen (Maulwurfshaufen bringen unerwünscht hohe Aschegehalte in die Grassilagen und bieten Platz für minderwertige Gräser im Bestand), die Grasnarbe zu lüften, die Bestockung der Pflanzen anzuregen und Reste organischer Dünger zu verteilen.
In Kombination mit einem Elektrostreuer können lückige Bestände direkt mit dem gewünschtn Saatgut nachgesät werden. Der Striegel bietet gegenüber der Wiesenschleppe deutliche Vorteile in der Belüftung und Entfilzung (Rispe, Moos) der Grasnarbe.
Überständige Samenträger und Geilstellen sollten regelmäßig gemulcht werden, um Bestockung und Wachstum der Pflanzen wieder anzuregen und so eine dichte Grasnarbe zu erhalten.
Nur eine optimale Zusammensetzung der vorhandenen Gräser im Bestand gewährleistet ein Futter für gesunde Hochleistungskühe.
Ist die Grünlandnarbe intakt, sollte regelmäßig übergesät werden. Mehrmals jährlich wird eine geringe Menge von 3 – 5 kg Saatgut/ha auf alle Flächen gestreut. Diese Arbeit kann mit den Pflegemaßnahmen kombiniert werden und bedeutet so keinen zusätzlichen Aufwand.
Die Nachsaat sollte bei größeren Lücken in den Beständen erfolgen. 20 kg Saatgut/ha werden dabei mit einer Nachsaatmaschine eingearbeitet.
Diese Pflegemaßnahme wird im Frühjahr oder Herbst bei kurzer Grasnarbe durchgeführt. Nach einer Nachsaat sollte zügig der erste Schnitt erfolgen.
Für die Über-, Nach- und Neuansaat der Flächen haben sich von den Landwirtschaftskammern empfohlene Qualitätsstandardmischungen bewährt. Ihre positiven Eigenschaften bieten Ausdauer, Krankheitsresistenz, einen hohen Ertrag, hohe Ertragssicherheit und eine sehr gute Futterqualität.
Bei der Sortenwahl muss auf die richtige Mischung für den gegebenen Standort geachtet werden.
Kathrin Nicolay
Die Franz Juchem GmbH wünscht Ihnen einen guten Start in die neue Wachstumsperiode.
Gerne Sind wir Ihnen auch bei einer betriebseigenen Rationsberechnung behilflich.
Dr.Bernhard Rotschild
06881/923546, bernhardrothschild@juchem.de










