Bauernblog
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Futtermittelbranche fordert: Klare Zuweisung der Verantwortlichkeiten statt pauschaler Verunglimpfung

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Nachfolgend eine Pressemitteilung unseres Verbandes die sehr gut den Kern trifft und uns wirklich aus der Seele spricht:

Bonn. Vor dem Hintergrund des aktuellen Dioxin-Falls wehrt sich der Deutsche Verband Tiernahrung e. V. (DVT) gegen eine pauschale Beschuldigung der gesamten Futtermittelbranche. Geschäftsführer Bernhard Krüsken dazu: „In diesem Fall liegen eindeutige Regelverstöße vor. Es kann nicht sein, dass die komplette Branche darunter zu leiden hat, wenn einige wenige Unternehmen auf den vorgelagerten Stufen ihre Hausaufgaben nicht gemacht haben.“ Die Aufklärung nicht erfüllter Sorgfaltspflichten bei Herstellern, Händlern und Verarbeitern der belasteten Fettsäuren sind Gegenstand behördlicher Ermittlungen; Leidtragende sind Landwirte und Futtermittelhersteller.

„Wir müssen zu einer klaren Trennung zwischen der Lebensmittelkette einerseits und Risikoprozessen in der Oleochemie kommen. Hier darf es keine Berührungs-punkte geben“, so der DVT. Weiter besteht die Branche auf einer Klarstellung bezüglich der Verantwortung eines Herstellers, der Kenntnis über die Verwendung seiner Produkte in der Tierernährung hat. Schließlich fordert der DVT, flankierend zu den Sicherungsmaßnahmen in der Futtermittelkette industrielle Dioxinquellen konsequenter als bisher zu eliminieren, um die immer wiederkehrenden Einträge in Lebens- und Futtermittel zu begrenzen.

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Zukunft in Landwirtschaft und Futtermittelindustrie

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“Nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit für die Tierhaltung und Futtermittelindustrie in Europa“ lautet das Thema des 25. FEFAC-Kongresses, der in diesem Jahr in Hamburg stattfand. FEFAC ist der  Dachverband der europäischen Mischfutterhersteller. Gegründet wurde er  1959 von Berufsverbänden aus 5 EU-Ländern. Heute  zählen 21 nationale Mischfutterverbände zu den Mitgliedern.

Den 250 Teilnehmern des Kongresses wurde ein anspruchsvolles Programm geboten. Nach der Begrüßung durch den DVT Präsidenten Helmut Wulf und dem FEFAC Präsidenten Pedro Correra de Barros und einem Grußwort von Dr Walter Töpner, BMELV widmeten sich die Redner des Vormittags den Themen Wettbewerb und Nachhaltigkeit.

“Doom & Gloom or a silver lining?” also Untergang oder Silberstreif, darauf versuchten Herman Versteiljen, Direktor Agrarmärkte bei der EU Kommission, Udo Folgart, Vizepräsident Deutscher Bauernverband und Dr Klaus-Dieter Schuhmacher von Alfred C Toepfer International eine Antwort zu finden.

Herman Versteiljen betonte, dass der EU Kommission daran gelegen ist, die Postion der Landwirte gegenüber den Abnehmern (zu 60% sind dies Genossenschaften) zu stärken. Für die dazu notwendige Gruppenbildung solle von Seiten der Kartellbehörden Ausnahmen gemacht werden. Aber auch die Einführung von Milchtermingeschäften, wie sie in den USA schon integraler Bestandteil des Marktgeschehens sind, soll die Milchmärkte stabilisieren.

Nicht positiv beurteilte er  die Verlagerung der Entscheidungen, weg vom Rat hin zu den einzelnen Mitgliedsländern durch die  Verträge von Lissabon. Dies  führe u.a. dazu,  dass Entscheidungen jetzt bis zu 2 Jahren dauern können, statt wie bisher innerhalb eines halben Jahres umgesetzt zu werden.

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