Bauernblog

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Proplanta mit aktuellsten Ernteprognosen

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Der Geodienst von Proplanta fasst in einem neuen Projekt die aktuellsten Ernteschätzungen in einer Übersichtskarte zusammen.

Stuttgart/Hohenheim, 12.07.2012 – Beginnend mit dem Drusch der Wintergerste startet derzeit in Deutschland überall die Getreideernte. Die Erwartungen an die diesjährige Saison variieren nicht nur regional, sondern werden auch von verschiedenen Fachleuten unterschiedlich eingeschätzt. Insgesamt wird in diesem Jahr eine eher unterdurchschnittliche Ernte erwartet. Ernteschätzungen verschiedener Quellen fasst das neue Projekt des Proplanta Geodienstes „Ernteprognosen 2012“ auf einer Landkarte zusammen.

„Umfassend, übersichtlich und überregional bieten wir jetzt einen Direktzugriff auf die aktuellsten Ernteprognosen 2012“, berichtet Dr. Jörg Mehrtens, Geschäftsführer von Proplanta. „Die zentrale Bündelung und laufende Aktualisierung der Ernteberichte soll neben den im Juli 2011eingeführten Echtzeitkursen Landwirte und Landhändler bei der Einschätzung der Marktsituation und der Vermarktung unterstützen“, so Mehrtens.

In seinem Erntegespräch vergangene Woche berichtete der Deutscher Bauernverband (DBV), dass sich seiner Einschätzung nach vor allem die verringerte Anbaufläche der ertragsstärkeren Winterkulturen mindernd auf die Erntemenge auswirken dürfe. Fröste im Februar hatten zu erheblichen Auswinterungsschäden geführt. Auch die Erträge für Winterweizen dürften dieses Jahr nach DBV-Schätzung rund sechs Prozent unter dem langjährigen Durchschnitt liegen. Der Wintergerste-Ertrag soll ebenfalls unterdurchschnittlich ausfallen.

Bei Sommergetreide rechnet der DBV mit Produktionssteigerungen, die vor allem auf die erhebliche Flächenausdehnung nach Umbruch wegen Auswinterung zurückzuführen sind. Bei Raps seien die Ausfälle durch den Frost relativ gering, die Erträge sollen nur leicht unter dem langjährigen Durchschnitt liegen.

Der Deutsche Raiffeisenverband (DRV) kam in seiner jüngsten Ernteschätzung Mitte Juni zu einer grundsätzlich ähnlichen Einschätzung. Auch er betont, dass insbesondere die Auswinterungen und die daraus resultierenden verringerten Anbauflächen die Ernteerwartungen beeinträchtigen. Der DRV rechnet mit einer Winterweizenernte von knapp 20,3 Mio. t und einer Wintergerstenernte von 6,3 Mio. t. Die Hektarerträge schätzt der DRV bei Winterweizen auf Vorjahresniveau, bei Wintergerste sogar 3 Prozent darüber.

Durch die deutlich erhöhten Anbauflächen von Sommerweizen und Sommergerste geht der DRV bei diesen Kulturen von einer Erntemenge von rund 1,0 Mio. t bzw. 2,7 Mio. t aus gegenüber 0,3 Mio. t bzw. 2,0 Mio. t im Vorjahr. Für Winterraps erwartet der Verband in Deutschland sogar eine Produktionssteigerung von 18 Prozent im Vergleich zu 2011.

Aktuelle Ernteschätzungen sind jetzt im Proplanta-Geodienst in einer Übersichtskarte zu finden. Direktlink zum Projekt „Ernteprognosen 2012“

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Mühlen sichern Qualität in schwieriger Lage

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Getreideernte 2011: Deutliche Mengeneinbußen, schwankende Qualitäten und weiter hohe Preise

Quelle: "obs/VDM Verband Deutscher Mühlen"

Berlin (ots) – Aus der diesjährigen Ernte wird den deutschen Mühlen nochmals weniger Brotgetreide zur Verfügung stehen. Die Qualitäten streuen stark, so dass die Mühlen großen Aufwand betreiben müssen, um geeignete Partien herauszufiltern. Die Getreidepreise bleiben hoch – auch angesichts zunehmender Flächenkonkurrenz durch Energiepflanzen. Diese Prognosen gab der Verband Deutscher Mühlen e. V. (VDM) auf seiner Jahrespressekonferenz in Berlin. Ein scharfer Wettbewerb im Lebensmitteleinzelhandel und im Backgewerbe erschwert auskömmliche Preise für Mahlerzeugnisse. “Mehl ist viel mehr wert, als es derzeit kostet”, sagte der VDM-Vorsitzende Hans-Christoph Erling.

Nach einem langen Winter, einem zu trockenen Frühjahr und sehr wechselhaftem Wetter in der Ernte erwartet der VDM einen Rückgang der Getreideernte um acht Prozent gegenüber dem Vorjahr auf knapp 41 Mio. Tonnen (2010: 44,0 Mio.). Davon werden voraussichtlich auf Weizen 22,5 Mio. Tonnen (23,8 Mio.) und auf Roggen höchstens 2,5 Mio. Tonnen (2,9 Mio.) entfallen. Die Mühlen sind konfrontiert mit starken regionalen Qualitätsschwankungen, enttäuschenden Proteingehalten und sinkenden Fallzahlen. Sie werden dennoch alles daran setzen, wie gewohnt Mehle und Schrote mit besten Backeigenschaften zu liefern, sagte Erling. Nach Preishöchstständen im Wirtschaftsjahr 2010/11 erwartet der Mühlenverband eine Seitwärtsbewegung der Getreidepreise auf hohem Niveau. Allerdings finden sich die hohen Rohstoffkosten nur unzureichend in den Mehlpreisen wieder (siehe Grafik).

Im Wirtschaftsjahr 2010/11 haben die 580 Mühlen in Deutschland 7,98 Mio. Tonnen Getreide vermahlen, ein Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum (7,90 Mio. Tonnen). Daraus haben sie 6,44 Mio. Tonnen Mahlerzeugnisse hergestellt, 5,68 Mio. Tonnen Weizen- und 758.000 Tonnen Roggenmehl. Mit 562.000 Tonnen wurden zehn Prozent der Weizenmehle im Ausland abgesetzt, ein Beweis für die Wertschätzung deutscher Mahlerzeugnisse.

Rund 6.000 Beschäftigte erwirtschaften in den Mühlen einen Jahresumsatz von knapp 2,5 Milliarden Euro. Die Mühlen erweisen sich als verantwortungsvolle Arbeitgeber: “Wir haben in der Krise keine Arbeitsplätze abgebaut”, bilanzierte Erling. Handwerkliche und industrielle Mühlenbetriebe engagieren sich mit einer vorbildlichen Ausbildungsquote von fast 10 Prozent.

Kontakt:

Verband Deutscher Mühlen e. V.

Hauptgeschäftsführer Manfred Weizbauer

Telefon: 0228/97610-0

E-Mail: vdm@muehlen.org

Pressebüro

MediaCompany – Agentur für Kommunktation

Helmut Spörl

Telefon: 0228/90966-0

h.spoerl@mediacompany.com

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Getreideernte 2010 – schwierigstes Jahr für die Müller seit Jahrzehnten

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Die Getreideernte 2010 ist buchstäblich ins Wasser gefallen. Der wochenlange Regen hat den Bauern – und noch viel mehr den Müllern – ein sehr schwieriges Erntejahr gebracht. Viele Müller sprechen von der schlechtesten Ernte seit Jahrzehnten und meinen damit in erster Linie die Qualität des Brotgetreides.

In diesem Jahr werden voraussichtlich rund 23 Mio. t Weizen und 3 Mio. t Roggen geerntet, das sind etwa 10 % weniger Brotgetreide als im Vorjahr. Die Mühlen vermahlen knapp ein Drittel des in Deutschland geernteten Weizens und Roggens. In normalen Erntejahren können die Mühlen das beste Getreide für ihre Kunden auswählen. 2010 dürften keine 8 Mio. t mühlenfähiges Getreide gedroschen worden sein.

Das Wetter hat in diesem Jahr viele Kapriolen geschlagen: Den sehr kalten und langen Winter haben die Getreidebestände gut überstanden. Mitte Juni hatten sie den Entwicklungsrückstand so gut wie aufgeholt, die Aussichten auf die Ernte waren gut. Dann wurde es in weiten Teilen Europas sehr heiß. Auf den leichten, sandigen Böden bekamen die Bestände erste Probleme mit der Trockenheit. In der zweiten Juliwoche löste die Hitzewelle auf den Getreidemärkten eine regelrechte „Rallye“ aus. Erste Hinweise auf massive Ertragseinbußen in Deutschland, Frankreich und den Schwarzmeerländern zeichneten sich hier bereits ab. Darauf folgender Starkregen und Unwetter setzten den bereits erntereifen Getreidebeständen dann stark zu und beeinträchtigten die Erntearbeiten massiv. Die schlechten Ernteaussichten in Russland, in der Schwarzmeerregion und in Europa sowie ein schwacher US-Dollar beförderten steigende Kurse. Ende Juli erreichte der Preis für Weizen über 200 €/t. Mit dem russischen Exportstopp für Getreide stieg er an der europäischen Warenterminbörse mit 233 €/t auf den höchsten Stand seit 28 Monaten. Das unsichere Erntewetter und die ausgedehnten Niederschlagsperioden hielten bis Ende August an und verzögerten die Ernte immer wieder. Zuletzt konnte selbst in den Anbaugebieten für Qualitätsweizen nur noch Futterweizen geerntet werden.

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Foto: Proplanta Mähdrescher-Parade

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16. Hohenheimer Feldtag: Getreideernte im Wandel der Zeit

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“Vom Korn zum Brot – Getreideernte im Wandel der Zeit” lautete das Motto, unter dem vergangenen Samstag auf dem 16. Hohenheimer Feldtag die Erntetechnik der vergangenen 150 Jahre eindrucksvoll demonstriert wurde. Über 2.000 Besucher ließen sich dieses alljährliche Spektakel am Meiereihof der Universität nicht entgehen.

Nach der Eröffnungsrede von Ministerialdirigent Joachim Hauck moderierten Prof. Dr. Karlheinz Köller, Leiter des Fachgebietes Verfahrenstechnik in der Pflanzenproduktion an der Universität Hohenheim, und Dr. Klaus Herrmann, Direktor des Deutschen Landwirtschaftsmuseums, die Veranstaltung. Als Ehrengäste wurden in diesem Jahr die Gebrüder Claas begrüßt. Der Unternehmer Helmut Claas, Ehrensenator der Universität Hohenheim, hatte 2004 maßgeblich zum Bau einer neuen Erntetechnik-Halle am Deutschen Landwirtschaftsmuseum in Hohenheim beigetragen.

Anhand einer kommentierten Parade historischer Erntemaschinen in Aktion konnten die Zuschauer die Entwicklung von der Sensenmahd bis zum Hightech-Mähdrescher nachvollziehen. Die Getreideernte bedeutete immer schwere Handarbeit, die erst durch die ersten Erntemaschinen im 19. Jahrhundert erleichtert wurde. Auf dem Feldtag zeigten historische Erntemaschinen wie zum Beispiel ein früher Claas Dominator ebenso ihre Leistung wie moderne Landmaschinen, etwa ein Mähdrescher aus der T-Serie von John Deere.

Präsent waren zudem auch, wie jedes Jahr, prächtige Ochsen- und Pferdegespanne sowie die historischen Porsche Diesel-Traktoren aus der Umgebung. Die Fotostrecke zur Veranstaltung ist jetzt in der Bildergalerie bei Proplanta verfügbar.

Foto: Proplanta Mähdrescher-Parade

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