Bauernblog

1. Tag des deutschen Sojas

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Unter großem öffentlichen Interesse veranstaltete der Bundesverband der Regionalbewegung am 5. und 6. August 2010 im Bauernmarkt in Dasing/Bayern den 1. Tag des Deutschen Sojas. Rund 140 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus dem gesamten Bundesgebiet nahmen an den beiden Fachforen „Anbau von Soja in Deutschland“ und „Absatz- und Einsatzpotenziale für deutsches Soja“ teil, in denen Fachleute aus Landwirtschaft, Forschung, Industrie und Politik sowie Vertreter von Regionalvermarktungsinitiativen über die Erfahrungen und Potenziale im deutschen Sojaanbau referierten. Dabei wurden neben einem intensiven Erfahrungsaustausch auch Wege zur gezielten Förderung der heimischen Produktion und Vermarktung von gentechnikfreiem Soja aufgezeigt.

Gerade für Regionalvermarktungsinitiativen steckt großes Potenzial in der heimischen Eiweißversorgung und trägt zur Glaubwürdigkeit regionaler Wertschöpfung bei. Es gilt jedoch die Herausforderungen in der Zuchttechnik zu bewältigen und die für die deutschen Standorte geeigneten Sorten zu generieren.

In der Praxis wurde der Tag des deutschen Sojas ergänzt durch eine Sojafeldbesichtigung und der Besichtigung der hydrothermischen Aufbereitungsanlage für GVO-freies Soja, Erbsen und Ackerbohnen auf dem Asamhof in Kissing. Über 650 Hektar bayerisches Soja haben Landwirt Josef Asam und seine Vertragsbauern im letzten Jahr erfolgreich angebaut und zwar „ohne Gentechnik“. Bereits vor rund zehn Jahren begann er in Zusammenarbeit mit BRUCKER LAND Bauern mit der Erprobung des Sojaanbaus in Bayern – mit Erfolg. Damit konnten die Grundlagen für eine Fütterung „garantiert ohne Gentechnik“ geschaffen werden. Mit dem heimischen Sojaanbau schließt sich für einen weiteren Inhaltsstoff der nachvollziehbare und regionale Futtermittelkreislauf schon heute für UNSER LAND Lebensmittel und wünschenswerter Weise auch bald für Lebensmittel weiterer regionaler Vermarkter.

Text: regionale-allianzen

Zukunft in Landwirtschaft und Futtermittelindustrie

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“Nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit für die Tierhaltung und Futtermittelindustrie in Europa“ lautet das Thema des 25. FEFAC-Kongresses, der in diesem Jahr in Hamburg stattfand. FEFAC ist der  Dachverband der europäischen Mischfutterhersteller. Gegründet wurde er  1959 von Berufsverbänden aus 5 EU-Ländern. Heute  zählen 21 nationale Mischfutterverbände zu den Mitgliedern.

Den 250 Teilnehmern des Kongresses wurde ein anspruchsvolles Programm geboten. Nach der Begrüßung durch den DVT Präsidenten Helmut Wulf und dem FEFAC Präsidenten Pedro Correra de Barros und einem Grußwort von Dr Walter Töpner, BMELV widmeten sich die Redner des Vormittags den Themen Wettbewerb und Nachhaltigkeit.

“Doom & Gloom or a silver lining?” also Untergang oder Silberstreif, darauf versuchten Herman Versteiljen, Direktor Agrarmärkte bei der EU Kommission, Udo Folgart, Vizepräsident Deutscher Bauernverband und Dr Klaus-Dieter Schuhmacher von Alfred C Toepfer International eine Antwort zu finden.

Herman Versteiljen betonte, dass der EU Kommission daran gelegen ist, die Postion der Landwirte gegenüber den Abnehmern (zu 60% sind dies Genossenschaften) zu stärken. Für die dazu notwendige Gruppenbildung solle von Seiten der Kartellbehörden Ausnahmen gemacht werden. Aber auch die Einführung von Milchtermingeschäften, wie sie in den USA schon integraler Bestandteil des Marktgeschehens sind, soll die Milchmärkte stabilisieren.

Nicht positiv beurteilte er  die Verlagerung der Entscheidungen, weg vom Rat hin zu den einzelnen Mitgliedsländern durch die  Verträge von Lissabon. Dies  führe u.a. dazu,  dass Entscheidungen jetzt bis zu 2 Jahren dauern können, statt wie bisher innerhalb eines halben Jahres umgesetzt zu werden.

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