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Klinische und subklinische Ketose- erkennen und vorbeugen

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Die Ketose ist eine Krankheit, die vor allem bei Kühen zu Laktationsbeginn auftritt.
Ursache der Ketose ist ein Energie-, insbesondere ein Glukosemangel. Dieser wird meist bedingt durch unzureichende Futteraufnahme infolge einer „Grundkrankheit“ (Gebärparese, Mastitis, Endometritis, Labmagenverlagerung, Fremdkörpererkrankung, Lahmheit) oder von Managementfehlern (nicht genügend Fressplätze oder Jungtiere, die von ranghöheren Kühen abgedrängt werden), die zu einer verminderte Futteraufnahme führen.
Dieser entstehende Energiemangel führt dazu, dass Körpersubstanz abgebaut wird. In der Leber werden aus abgebautem Körperfett Ketonkörper gebildet, die über Milch und Harn wieder ausgeschieden werden. Typisch für diese Krankheit ist auch der „fruchtige“ Geruch (ähnlich wie der Klebstoff UHU) der Atemluft der Tiere, in der ebenfalls Ketonkörper enthalten sind.
Klinisch zeigen sich nachlassende Milchleistung und Fressunlust; zentralnervöse Symptome verschiedener Ausprägung sind möglich. Besonders gefährdet sind Kühe, die sich vor der Geburt ausgeprägte Fettpolster angelegt haben (Hyperlipomobilisationssyndrom). Eine Therapie der akuten Ketose erfolgt in Form von Glukoseinfusionen oder der oralen Verabreichung glukoplastischer Substanzen.
Hilfreich sind Energietrunks direkt nach dem Kalben (Milkivit Kuhtrank) sowie Gaben von Propylenglycol in den ersten Laktationstagen (bis zu 10 Tage je 250-300 ml/Tag in die Backentasche).
Auf vorbeugende Maßnahmen sowie die Erkennung der subklinischen Ketose soll im Folgenden weiter eingegangen werden.
Die Bedeutung der Rationsgestaltung und des Fütterungsmanagements nimmt mit der Leistung der Kühe zu. Hochleistungskühe sind anfälliger als Kühe mit niedriger Leistung, denn sie müssen in kürzester Zeit die Umstellung von der Trockensteherphase zur Hochleistungskuh meistern. Da die Futteraufnahme der Tiere begrenzt ist, kommt es darauf an, in der Hochlaktation eine Ration mit hochkonzentrierten Nährstoffefuttern anzubieten, ohne eine geordnete Pansenfunktion zu vernachlässigen.
Das heißt:
- nur beste Silagequalitäten (1. und 2. Schnitt),
- eine ausgewogene Rationsgestaltung sowie
- hoch konzentrierte Eiweiß- und Kraftfuttermittel in der Ration.
Wie oben beschreiben, muss ebenfalls darauf geachtet werden, dass die Kuh das Futter auch ausreichend aufnimmt. Lahmheiten, nicht ständige Futterverfügbarkeit, mangelnder Fressplatz etc. hemmen die Futteraufnahme und bringen die Tiere schnell in ein Energiedefizit. Subklinische Ketosen treten nicht mit diesen oben geschilderten ausgeprägten Symptomen auf, jedoch lösen sie zahlreiche Folgekrankheiten aus, die oft nicht mehr mit einer Ketose in Verbindung gebracht werden.
Oft bilden sie ein Bestandsproblem, welches mit einiger Aufmerksamkeit gut erkannt werden kann.
Eine Möglichkeit zur Erkennung einer subklinischen Ketose ist die Auswertung der Milchkontrollberichte. Dort werden die Tiere und deren Leistungen getrennt nach Laktationstagen aufgelistet. Interessant sind dabei besonders die Zahlen der Tiere in den ersten 100 Laktationstagen. Weist die Milchkontrolle hier einen deutlich niedrigeren Eiweißwert als in den beiden letzten Laktationsdritteln auf, kann ein Energiedefizit der Frühlaktierenden vermutet werden.
Aussagekräftig ist auch der Fett : Eiweiß-Quotient in dieser Tiergruppe. Liegt dieser über 1,5 (also sehr hoher Fettgehalt und/oder niedriger Eiweißgehalt, bezogen auf Holstein Frisian Kühe), kann dies auf Probleme in der ketotischen Stoffwechsellage mit starker Fettmobilisation hinweisen. Eine starke Fettmobilisierung ist auch durch Beobachtung der Tiere und mit Hilfe des Body Condition Score gut zu erkennen.
Der Höhepunkt solcher Ketosen liegt meistens in der 3. bis 5. Woche nach der Kalbung.
Sie wirken sich stark negativ auf das Immunsystem der Tiere aus, was zu erhöhter Inzidenz infektionsbedingter Erkrankungen (Mastitis, Endometritis, Klauenerkrankungen etc.) führen kann. Haben Sie in Ihrer Herde Anzeichen einer klinischen oder subklinischen Ketose gefunden, raten wir zu einer Zusammenarbeit mit Ihrem Tierarzt, sowie einer eingehenden Grundfutteruntersuchung und anschließenden Rationsberechnung durch unsere Berater.

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Wie viele Kühe pro Hektar Grünland?

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Einfluss auf Grasqualität untersucht

Weidegras ist das preiswerteste Raufutter. Da ist sich Fredy Schori von der Schweizer Forschungsanstalt Agroscope Liebefeld-Posieux sicher. Besonders in Biobetrieben spielt das richtige Beweidungssystem eine große Rolle, da standortspezifische Einschränkungen nicht ohne weiteres durch Einsatz von Kraftfutter, Dünger etc. ausgeglichen werden können. Die Verwendung von Grünland als Futtergrundlage für Rindvieh sei kein Selbstläufer, so der Schweizer Grünlandexperte. Eine effiziente Nutzung sei aber nur dann möglich, wenn die Anzahl der Milchkühe dem jeweiligen Grasbewuchs angepasst werde. Schory untersuchte die Auswirkungen unterschiedlicher Weidebesatzstärken auf die Qualität des Grünlandes und auf das Wohlbefinden der Milchkühe und ihr Leistungsvermögen.

Bei hoher Besatzstärke (2,0, 2,3 und 2,3 Kühe pro Hektar über drei Vegetationsperioden) war die Nutzung der Grasmasse deutlich besser. Das ist vor allem für Regionen mit knappem Grünlandangebot von Interesse.

Eine schwache Beweidung der Flächen wirkte sich negativ aus. In den Varianten mit niedriger Besatzstärke (1,7, 2,0 und im dritten Jahr 1,9 Kühe) nahm die Grasqualität im Lauf der Vegetationsperiode ab. Der Gehalt an Rohasche und Rohprotein und Kalium beispielsweise war geringer, der Rohfasergehalt höher. Hier seien gelegentliche Säuberungsschnitte erforderlich, so der Schweizer Forscher.

Bei der Milchleistung der Kühe ergaben sich zwischen den Varianten keine signifikanten Unterschiede. Gleiches zeigte sich beim Vergleich der Milchinhaltsstoffe.

Text: aid

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„Politische Rahmenbedingungen und unternehmerische Strategien“

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Der Themenschwerpunkt des 2. Kongresstages der FEFAC lautete „Politische Rahmenbedingungen und unternehmerische Strategien“. Dazu sprachen Wolfgang Heer, Vizepräsident der Vereinigung der europäischen Ernährungsindustrie CIAA und Wout Dekker, Vorstandsvorsitzender Nutreco. Anschließend gab es nochmals einen Ausflug in die Welt der GMO mit Jacques du Puy, Generaldirektor Bayer CropScience und Ron Moore, Director, American Soybean Association.

Dr Wolfgang Herr, Vorstandschef von Südzucker  und Vizepräsident der CIAA stellte zuerst seinen Verband kurz vor. In der CIAA sind die nationalen Verbände der Lebensmittel-  und Getränkeindustrie aus Europa zusammengeschlossen, sowie einzelne Berufsverbände und große Lebensmittelkonzerne wie z.B. Coca-Cola, Danone, Nestlé und Unilever.

Seinen Vortrag „Forderungen und Empfehlungen der Lebensmittelindustrie zur Wettbewerbsfähigkeit“ begann Herr Dr Heer, in dem er uns eindrücklich ins Gedächtnis rief, welche Bedeutung der Nahrungsmittelindustrie in Europa zukommt.

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Weidefütterung – was gilt es zu beachten?

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Weidegang ist das artgerechte Haltungssystem und in vielen Milchviehbetrieben nach wie vor ein kostengünstiges Fütterungssystem.

Weidegang liefert ein preiswertes Futter mit hoher Energiedichte. Allerdings sollte zum Ausgleich des hohen Rohproteingehaltes gerade in jungem Weidegras unbedingt darauf geachtet werden, Ergänzungsfuttermittel mit einem niedrigen oder sogar negativen RNB-Wert einzusetzen. Die Ergänzung der Gesamtration mit Maissilage ist auf jeden Fall vorteilhaft.

Auf Grund vieler Versuche (z. B. im Landwirtschaftszentrum Haus Riswick) wird empfohlen, die Kraftfuttergabe bei Weidegang zu minimieren.

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