Bauernblog

Glutenfreie Ernährung für Pferde: Entzündliche Darmerkrankungen reduzieren

0 Kommentare

(aid) – Bei einigen Menschen mit chronischer Verdauungsinsuffizienz (Zöliakie) verursacht der Verzehr von Gluten bei entsprechender Sensibilität eine Vielzahl von körperlichen Problemen wie Entzündungen, Blähungen, Völlegefühl und Durchfall. Forscher an der Universität Utrecht in den Niederlanden haben einen Fütterungsversuch initiiert, der Hinweise auf eine möglicherweise auch bei Pferden vorliegende, vergleichbare Empfindlichkeit gegenüber den zu entzündlichen Darmerkrankungen (Inflammatory Small Bowel Disease, ISBD) beitragenden Weizeneiweißen liefern soll.

Pferde mit ISBD verfügen über eine gestörte Fähigkeit, Nahrung zu verdauen und Nährstoffe im Futter zu absorbieren. Der Gesundheitszustand eines solchen Pferdes ist gekennzeichnet durch eine schlechte körperliche Verfassung, Gewichtsverlust, geringe Gewichtszunahme, Appetitlosigkeit, rezidivierende (wiederkehrende), leichte Koliken und Durchfall. Obwohl die genaue Ursache für diese Erkrankung nicht bekannt ist, könnte die Empfindlichkeit gegenüber Gluten eine Rolle bei Darmentzündungen spielen.

Drei Gruppen von Pferden wurden in der Studie verwendet. Die erste Gruppe bestand aus zwölf Dressurpferden, welche alle typische Anzeichen einer ISBD zeigten. Die zweite Gruppe enthielt 22 “Kontroll-Pferde”, die ein Gluten-reiches Futter erhielten. Die dritte Gruppe war eine Herde von 25, auf einer Weide gehaltener Shetland-Ponies, die sich nur von natürlichem Futter ernährten. Die Pferde wurden auf das Vorhandensein von drei bei der Diagnose von menschlichen Zöliakie wichtigen Antikörpern getestet.

Die Ergebnisse der ersten Antikörperuntersuchung dokumentierten bei den Pferden mit der ISBD-Diagnose einen im Vergleich zu den beiden anderen Gruppen höheren Level. Ein weiterer Antikörper zeigte vor allem bei jenen Pferden ein hohes Niveau, die an ISBD litten bzw. ein Gluten-reiches Futter erhielten. Bei den auf der Weide gehaltenen Ponies wurde keine Erhöhung festgestellt. Als eines der ISBD-Pferde für sechs Monate auf eine Gluten-freie Diät gesetzt wurde, verringerte dies seinen Antikörper-Spiegel und normalisierte sowohl Aussehen als auch Funktion seines Dünndarms. Die Studienergebnisse legen nahe, dass eine Glutenunverträglichkeit bei einigen Pferden ursächlich für die Erkrankung an ISBD sein und das Entfernen von Weizen aus der Nahrung zu einer Reduzierung der typischen Krankheitsanzeichen führen könnte.

Anke Klabunde, www.aid.de

, , , , , , ,

Vollblut braucht mehr als Pony

0 Kommentare

Der Energiebedarf beim Pferd variiert erheblich

Viele Pferde sind deutlich zu dick. Das liegt zum einen daran, dass viele Besitzer es etwas “zu gut” mit ihnen meinen und ihnen letztlich damit schaden. Es gibt aber noch einen anderen Grund, der bei vielen Tieren zu üppigen Rationen geführt hat.

Bisher wurde für Pferde ein konstanter Energieerhaltungsbedarf angenommen. Dabei blieben einige wichtige Faktoren völlig unbeachtet: Unterschiede in der Rasse und im Trainings- und Fütterungszustand führen zu größeren Unterschieden in der stofflichen Zusammensetzung des Körpers. Das wiederum beeinflusst die Höhe des Energiegehaltes für die Erhaltung. Wissenschaftler der Lehrstühle für Tierernährung an den Universitäten München, Leipzig und Rostock führten daher eine größere Literaturstudie durch. Das Ergebnis fordert Flexibilität vom Auge des Herren, das ja bekanntlich das Vieh füttert: der Erhaltungsbedarf von Pferden variiert zwischen 0,34 und 0,74 MJ Umsetzbare Energie pro Kilogramm Metabolische Körpermasse (MJ ME pro kg KM) Für ein übergewichtiges, kaum trainiertes Pony gilt der untere Wert, der obere für ein austrainiertes Vollblutpferd.

Weiterlesen

2 Personen gefällt das.

, , , , , ,

Einreiten ist Stress für junge Pferde

0 Kommentare

Studie plädiert für Rücksichtnahme

Was echte Pferdeausbilder schon immer wussten ist erstmals wissenschaftlich belegt: Bei den ersten Trainingseinheiten eines uneingerittenen Pferdes mit Reitergewicht sind die Vierbeiner körperlich gestresst. Das zeigt eine Studie, die an der Veterinärmedizinischen Universität Wien und am Graf-Lehndorff-Institut für Pferdewissenschaften in Neustadt/Dosse durchgeführt wurde.

Die untersuchten Dreijährigen reagierten mit einem deutlich erhöhten Cortisolpegel im Speichel und veränderten Herzschlägen, sobald das erste Mal ein Reiter aufsaß. Möglicherweise interpretiert das Fluchttier Pferd das erste Aufsteigen als Angriff eines Raubtieres, so die Erklärung der Wissenschaftler.

Allerdings bauten sich die körperlichen Stresssymptome im Verlauf der Trainingseinheiten ebenso deutlich wieder ab. Die Pferde gewöhnten sich rasch daran, geritten zu werden. Das Stressniveau sank darüber hinaus mit der Anzahl ihrer Ausbildungsstunden – vorausgesetzt, dass diese fachlich korrekt durchgeführt wurden.

Daher warnen die Wissenschaftler vor mangelnder Sorgfalt oder falschem Umgang mit jungen, uneingerittenen Pferden. Schlechte Erfahrungen in dieser sensiblen Lernphase des Tieres könnten einen langfristigen Schaden in der Beziehung zwischen Pferd und Reiter anrichten.

Quelle: Dagmar Barkmann, www.aid.de

, , , , , , , , , , ,

Grünlandpflege spart Geld

0 Kommentare

Nach einem langen, strengen Winter steht nun die Grünlandpflege an, um die Silage-Ernte für dieses Jahr vorzubereiten und die Weichen für eine qualitativ hochwertige Silage zu stellen.
Dass eine gezielte Pflege des Grünlands enorme Kostenvorteile bietet, wird oft unterschätzt. Weiterlesen

4 Personen gefällt das.