Vikunjas –die kleinste lebende Kamelart ist vom Aussterben bedroht

verfasst am 14. April 2010 von Katharina Laub | 0 Kommentare

Im letzten Jahrhundert wurden diese Tiere fast ausgerottet. Erst nach der Einrichtung sogenannter Schutzgebiete erholten sich die Bestände langsam. Eigentlich gibt es schon seit 1825 ein Gesetz zum Schutz der Vikunjas, dem Symboltier von Peru. 1993 hatte man eine einzigartige Idee, die die Vikunjas vor Wilderern schützen sollte. Bei diesem Projekt, „ein geschorenes Vikunja ist ein gerettetes Vikunja“ geht es darum, dass einmal jährlich alle Vikunjas zusammen getrieben und geschoren werden. Das ganze ist sehr arbeitsaufwändig und auch stressig für die Tiere, aber ein geschorenes Vikunja ist uninteressant für Wilderer. Außerdem verdienen die Bergbauern mit der Wolle Geld und haben daher ein sehr großes Interesse am Schutz dieser Rasse.

Obwohl sie nun schon seit Jahren unter Naturschutz stehen, sind sie immer noch vom Aussterben bedroht. In den letzten vier Jahren meldete Peru einen erheblichen Rückgang der geschützten Tierart, das liegt vor allem an den sich häufenden Fällen von Wilderei. Die Wilddiebe töten die Tiere, scheren sie und verkaufen anschließend die Wolle auf dem Schwarzmarkt. Seit vier Jahren steigt die Anzahl an gewilderten Vikunjas jährlich, 2009 waren es um die 600 Tiere, diesen Februar wurden innerhalb von einer Woche 150 Tiere getötet. Mittlerweile gibt es noch ungefähr 140000 Exemplare in Peru, nur zum Vergleich, es gibt 3 Millionen Alpakas.

Vikunjas sind sehr beliebt vor allem wegen ihrer seltenen Wolle, sie gilt als die Beste der Welt. Vikunjas werden auch die Träger der goldenen Haare genannt. Leider wird genau das den Tieren, deren Fell wesentlich dichter und feiner ist als das verwandter Arten, zum Verhängnis. Die Weiterverarbeitung ist mit sehr hohen Zeitaufwänden verbunden, denn Schmutzpartikel können nur von Hand aus den weißen Fasern aussortiert werden, nur zum Beispiel eine Arbeiterin schafft pro Woche ca. 1 kg. Darum wird diese Wolle ausschließlich für die Produktion von Luxusmode verwendet. Für 1 kg unverarbeitete Wolle werden in Peru umgerechnet 600 € bezahlt und international sind sogar bis zu 3000 € möglich. Bei solchen verlockenden Gewinnspannen bleibt es leider nicht aus dass die Profitgier mancher Menschen keine Grenzen kennt.

Dabei hatten sich, auch dank der Aufnahme in das Washingtoner Artenschutzprogramm 1965 – damals gab es noch 6000 Vikunjas-, die Bestände gerade wieder einigermaßen erholt.

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