Weidefütterung – was gilt es zu beachten?
verfasst am 27. April 2010 von Katharina Laub | 0 Kommentare
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Weidegang ist das artgerechte Haltungssystem und in vielen Milchviehbetrieben nach wie vor ein kostengünstiges Fütterungssystem.
Weidegang liefert ein preiswertes Futter mit hoher Energiedichte. Allerdings sollte zum Ausgleich des hohen Rohproteingehaltes gerade in jungem Weidegras unbedingt darauf geachtet werden, Ergänzungsfuttermittel mit einem niedrigen oder sogar negativen RNB-Wert einzusetzen. Die Ergänzung der Gesamtration mit Maissilage ist auf jeden Fall vorteilhaft.
Auf Grund vieler Versuche (z. B. im Landwirtschaftszentrum Haus Riswick) wird empfohlen, die Kraftfuttergabe bei Weidegang zu minimieren.
Nachstehende Regeln müssen bei der Umstellung auf Weidegang beachtet werden:
- Zu Beginn nur stundenweise Weidegang zulassen.
- Ausreichende Strukturversorgung über Heu/Stroh/Grassilage sicherstellen.
Ein häufiges Problem gerade zu Beginn des Weidegangs ist das Auftreten von Weidetetanie. Dies äußert sich in:
- unsicherem Gang
- Fressunlust
- Hervortreten der Augen
- Zittern der Augenlider
- Krämpfe
- Ohnmacht.
Ursache der Weidetetanie ist ein plötzlicher Magnesiummangel im Blut durch eine schlechte Magnesiumverwertung. Magnesium, das für die Muskelfunktionen besonders wichtig ist, gelangt zum größten Teil durch die Pansenwand in die Blutbahn. Die Pansenverhältnisse spielen daher eine wichtige Rolle bei der Regulierung der Magnesiumverwertung. Normalerweise werden etwa 20 % des aufgenommenen Magnesiums durch die Pansenwand absorbiert, die restlichen 80 % werden im Kot ausgeschieden. Durch Strukturmangel, hohe RNB-Werte in der Ration sowie einen Kalium-Überschuss durch stark gedüngte Weiden kann der Anteil des im Pansen absorbierten Magnesiums auf 10 % absinken. Der dann eintretende Magnesiummangel im Blut führt zu den oben angegeben Folgen.
Zur Vorsorge gegen die Weidetetanie sollte für die Übergangszeit ein magnesiumreiches Mineralfutter gegeben werden, insbesondere für Jungvieh und Trockensteher, die keine weiteren Futter erhalten.
Wir empfehlen Ihnen:
- als passendes Milchleistungsfutter:
JUCHEM 18-4 Mais mit 18 % Rohprotein, 7,0 MJ NEL sowie 20 % Körnermais.
- als Ausgleichsfutter bei reinem Weidegang und fehlender Maissilage:
JUCHEM MaisMix mit 10 % Rohprotein, 7,1 MJ NEL.
- für die Leistungsfütterung ein ausgeglichenes Milchleistungsfutter.
- als Mineralfuttermittel:
JUCHEM Regio-Mivit MG: 13 % Calcium, 4 % Phosphor, 10 % Natrium, 8 % Magnesium
JUCHEM RegioMivit Plus: 22 % Calcium, 6 % Phosphor, 6 % Natrium, 8 % Magnesium
Beide Mineralfutter sind mit den notwendigen Vitaminen und Spurenelementen ausgestattet, RegioMivit Plus enthält zusätzlich B-Vitamine.










